25 Jahre Partnerschaftskreise Delmenhorst und Eberswalde feiern Silberjubiläum

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Verbunden (v.li.): Friedhelm Boginski (Bürgermeister der Stadt Eberswalde), Rolf Heitmann (Delmenhorster Partnerschaftskreis-Vorsitzender), Birgitt Hellenbach (Eberswalder Partnerschaftskreis-Vorsitzende) und Oberbürgermeister Axel Jahnz. Foto: Ute Winsemann/Stadt DelmenhorstVerbunden (v.li.): Friedhelm Boginski (Bürgermeister der Stadt Eberswalde), Rolf Heitmann (Delmenhorster Partnerschaftskreis-Vorsitzender), Birgitt Hellenbach (Eberswalder Partnerschaftskreis-Vorsitzende) und Oberbürgermeister Axel Jahnz. Foto: Ute Winsemann/Stadt Delmenhorst

Delmenhorst. Das 25-jährige Bestehen der Partnerschaftskreise Delmenhorst und Eberswalde ist jetzt gebührend gefeiert worden.

Friedhelm Boginski, Bürgermeister der Delmenhorster Partnerstadt Eberswalde, ist sich sicher: „Partnerschaft lebt von unten“. Delmenhorsts Oberbürgermeister Axel Jahnz pflichtete ihm bei: „Es sind die Menschen, die eine Partnerschaft ausmachen.“ Deshalb feierten beide gemeinsam mit eben diesen Menschen am Wochenende das 25-jährige Bestehen der Partnerschaftskreise in ihren Städten.

In den 1993 gegründeten Zusammenschlüssen engagieren sich Freiwillige ehrenamtlich, um die Verbindung zwischen den rund 82000 Einwohnern der Stadt Delmenhorst und den ziemlich genau halb so vielen Bürgern von Eberswalde, Kreisstadt des Landkreises Barnim nordöstlich von Berlin, zu pflegen. Dazu gehören insbesondere jährliche Reisen in beide Richtungen. Das Besuchsprogramm wird dabei von den jeweiligen Gastgebern organisiert.

Auf diese Weise haben viele Delmenhorster nicht nur Eberswalde selbst, sondern auch viele interessante Orte drumherum kennengelernt. Nicht zuletzt stehen regelmäßig Konzerte im historischen Kloster Chorin auf dem Kalender.

Kohlfahrten jetzt auch in Brandenburg

Umgekehrt haben Eberswalder Bürger so manche Sehenswürdigkeit in Delmenhorst und dem gesamten Nordwesten erkundet. Und sie haben sogar einen Brauch übernommen: Weitab des Kerngebiets der „Oldenburger Palme“ gibt es mittlerweile auch in der brandenburgischen Stadt winterliche Kohlfahrten. Zum „Importschlager aus Delmenhorst“ seien sogar schon Gäste eigens aus Berlin angereist, erzählte die Eberswalder Partnerschaftskreis-Vorsitzende Birgitt Hellenbach auf der Jubiläumsfeier im Eberswalder Bürgerbildungszentrum Amadeu Antonio.

Jenseits solcher Ereignisse betonte sie aber insbesondere die persönlichen Beziehungen. In der Zeit der großen gesellschaftlichen Umbrüche nach der Wende hätten zunächst oft Vorurteile und die Einteilung in „Wessis“ und „Ossis“ das Denken bestimmt, erinnerte sich Hellenbach. Doch durch die direkten Begegnungen auf Augenhöhe habe sich die Wahrnehmung bald verändert: „Och, das sind ja ganz normale Menschen.“ Inzwischen seien aus dieser Feststellung längst auch Freundschaften entstanden, und über die regelmäßigen Fahrten hinaus gebe es private Besuche oder auch gemeinsame Urlaubsreisen.

Persönliche Kontakte wichtig

Solche persönlichen Kontakte pflegt auch der Delmenhorster Partnerschaftskreis-Vorsitzende Rolf Heitmann. Als die Verbindung zwischen den beiden Städten ab November 1989 – wenige Tage nach Öffnung der innerdeutschen Grenze – aufgebaut worden sei, habe er zunächst noch nicht einmal gewusst, wo Eberswalde liegt, gestand er. „Aber nach mehr als 100 Besuchen finde ich inzwischen im Schlaf hierher“, meinte er. „Die Partnerschaft hat sich sehr gut entwickelt.“ Die sommerlichen Busfahrten in die rund 450 Kilometer entfernte Partnerstadt seien meist schon im Herbst des Vorjahres ausgebucht.

Feier bis in den späten Abend

Und so feierten rund 100 Delmenhorster und Eberswalder noch bis in den späten Abend beim Bio-Büfett auf der Terrasse des Bürgerbildungszentrums weiter. Selbst ein plötzlicher Regenschauer konnte die Stimmung nicht trüben, sondern mischte auf der Flucht nach drinnen nur die Gesprächsgruppen noch einmal gründlich durch.


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