Prävention rückt in den Fokus Zahl der Schwerbehinderten in Delmenhorst stark gestiegen

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Die Zahl der Schwerbehinderten in Delmenhorst und umzu steigt. Nur jeder 20. der Schwerbehinderten hat eine angeborene Behinderung. Symbolfoto: Waltraud Grubitzsch/dpaDie Zahl der Schwerbehinderten in Delmenhorst und umzu steigt. Nur jeder 20. der Schwerbehinderten hat eine angeborene Behinderung. Symbolfoto: Waltraud Grubitzsch/dpa

Delmenhorst. In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der schwerbehinderten Menschen in Delmenhorst und im Landkreis Oldenburg deutlich gestiegen. Die Krankenkasse IKK Classic veröffentlicht jetzt Zahlen.

Der Trend ist eindeutig: Die Zahl der schwerbehinderten Menschen steigt. Die Krankenkasse IKK Classic hat jetzt Zahlen für die Region veröffentlicht. Demnach lebten in Delmenhorst Ende 2017 8226 schwerbehinderte Menschen mit einem Behinderungsgrad (GdB) von mindestens 50 Prozent. Das sind 295 Personen oder 3,7 Prozent mehr als Ende 2015. Ende 2007 waren es insgesamt 6990 schwerbehinderte Menschen. In zehn Jahren ist die Anzahl also um fast 20 Prozent (17,7 Prozent) gestiegen.

Zivilisationskrankheiten oft Ursache

Im Landkreis Oldenburg sind die Zahlen sogar noch deutlicher gestiegen. Ende 2017 lebten im Landkreis 11580 schwerbehinderte Menschen mit einem Behinderungsgrad (GdB) von mindestens 50 Prozent. Das sind 472 Personen oder 4,3 Prozent mehr als Ende 2015. Ende 2007 waren es insgesamt 9222 schwerbehinderte Menschen. In zehn Jahren ist die Anzahl also um 25,6 Prozent gestiegen.

„Häufig sind es die sogenannten Zivilisationskrankheiten, die im Alter zur Schwerbehinderung führen“, sagt Peter Rupprecht von der IKK Classic mit Blick auf den demografischen Wandel und ergänzt: „Durch einen gesundheitsorientierten Lebensstil lassen sich diese Erkrankungen unter Umständen vermeiden oder zumindest mildern.“


Grad der Behinderung

Eine Behinderung liegt vor, wenn jemand eine oder mehrere gesundheitliche Beeinträchtigungen hat, die länger als sechs Monate anhalten und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben einschränken. Die Schwere wird durch den Grad der Behinderung (GdB) ausgedrückt. Jemand gilt als schwerbehindert, wenn der GdB 50 und mehr beträgt. Grundsätzlich kann jede Krankheit, ob körperlicher oder psychischer Art, einen GdB begründen. Der Schwerbehindertenausweis dient als Nachweis für die Inanspruchnahme von Rechten und Leistungen, die schwerbehinderten Menschen nach den gesetzlichen Grundlagen zustehen. Wer eine Schwerbehinderung feststellen lassen will, muss einen Antrag stellen. Formulare stehen auf www.soziales.niedersachsen.de.

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