Stadt versteigert Räder und Handys Fundsachen in Delmenhorst unterm Hammer

Von Leonie Erdmann

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„3, 2, 1 – verkauft!“: Auktionator Thomas Ahrens von der Stadt brachte allerlei Fundsachen unters Volk. Foto: Leonie Erdmann„3, 2, 1 – verkauft!“: Auktionator Thomas Ahrens von der Stadt brachte allerlei Fundsachen unters Volk. Foto: Leonie Erdmann

Delmenhorst. Wenn die Stadt Delmenhorst Räder, Handys und Co. versteigert, können die Gemüter heißlaufen. Das hat sich diese Woche einmal mehr im City-Center gezeigt.

Mitunter hektisch ist es am Mittwochnachmittag im Keller des Delmenhorster City-Centers zugegangen. Etliche Fundsachen sind wieder unter den Hammer gekommen. Zum Verkauf standen 30 Fahrräder und neun Handys, aber auch einige Geldbeutel warteten auf neue Besitzer. Viele Schnäppchenjäger fanden sich schon frühzeitig am Ort des Geschehens ein, um noch vor Veranstaltungsbeginn einen Blick auf die angebotenen Objekte zu erhaschen.

Bieter zu Beginn zurückhaltend

Als es dann endlich losging, zeigten sich die Besucher noch etwas zurückhaltend. Dass zuerst zu versteigernde Handy fand anfangs überhaupt keinen Anklang, wechselte dann schlussendlich aber doch für zehn Euro den Besitzer. Diese anfängliche Scheu der potenziellen Bieter ging vermutlich unter anderem darauf zurück, dass Auktionator Thomas Ahrens gleich zu Beginn deutlich gemacht hatte, die Versteigerung würde nach dem „Gekauft wie gesehen“-Prinzip verlaufen, es gebe also keinerlei Garantie. „Ich gebe keinen Preis vor, ich warte, dass Sie mich anschreien“, versuchte er, die Besucher trotzdem zum Bieten zu animieren.

Ordnungsruf per Fahrradklingel

Der schleppende Beginn der Veranstaltung war dann auch schnell vergessen, vor allem die Fahrräder erfreuten sich großer Beliebtheit. Immer wieder kam es zu spannenden Bieterduellen und teilweise erhitzten sich die Gemüter derart, dass Ahrens mithilfe von grellem Fahrradklingeln wieder zur Ruhe aufrufen musste.

Und auch wenn sich für einen Drahtesel mal kein Interessent fand, wusste der Auktionsleiter sich durchaus zu helfen. Er hatte schnell eine Riege von drei passionierten Bietern ausgemacht, die er im Zweifel mit den Worten „So Leute… hallo?!“ erfolgreich zur Gebotsabgabe ermunterte.

Fahrräder zum Schnäppchenpreis

Für den Großteil der Anwesenden erwies sich der Besuch der Fundsachenversteigerung definitiv als lohnenswert, denn es konnten so einige Schnäppchen gemacht werden. Manche Fahrräder wechselten bereits für zehn Euro den Besitzer, ein iPhone fand für 50 Euro einen Käufer.

Voraussetzung für den Verkauf von Fundstücken ist nach Angaben der Stadt, dass diese mindestens sechs Monate lang vom Fundbüro aufbewahrt wurden, ohne dass sich der Eigentümer gemeldet oder der Finder einen Anspruch auf den Gegenstand geltend gemacht hat.


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