2. „Street Food Open Air“ Fest für Feinschmecker unter dem Delmenhorster Wasserturm

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Delmenhorst Japanische Teigtaschen, Sesam-Spareribs und Dry-Aged-Burger: Zahlreiche kulinarische Spezialitäten reichen die mobilen Küchen beim „2. Street Food Open Air“ in Delmenhorst über den Tresen.

Dampfende Kochtöpfe, brutzelndes Fleisch und Aromen aus fernen Ländern: Die zweite Auflage des „Street Food Open Airs“ ist gestern auf dem Bismarckplatz gestartet. An gut 15 Ständen wird den Feinschmeckern der Stadt eine Streetfood-Festival-Speisekarte präsentiert, die von Kreativität und der Leidenschaft für originellen Küchenzauber strotzt.

Japanische Küche unter dem Wasserturm

Wer an Streetfood denkt, dem kommen vermutlich direkt außergewöhnliche Burger-Kreationen in den Sinn. Allerdings bietet das Festival weit mehr als nur Variationen aus der Burgerwelt. So findet bei der zweiten Ausgabe erstmals die japanische Küche einen Platz im Schatten des Wasserturms. Bei „Dim Sum“ kommen japanische Teigtaschen auf den Teller. „Die Japaner essen das zum Frühstück“, erklärt Verkäufer Sunil Sreddhar. Zwischen den Varianten Gyoza – mit Hähnchen und Soja-Sauce – und Hargau – mit Garnelen und Chilli – kann gewählt werden. Die Teigtaschen werden im Kochtopf dampfgegart. Anschließend werden sie mit weiteren Gewürzen vollendet.

„Das ist mal ein bisschen was anderes“

Einen qualmenden Smoker bekommen die Festival-Besucher beim Stand „Spareribz“ zu sehen. Hier sind in Barbeque-Sauce eingelegte Spareribs, die mit Soja-Sauce und Sesam verfeinert werden, der Kassenschlager. „Das ist mal ein bisschen was anderes“, meint Besucher Heiko Fritsch, der sich die Sesam-Spareribs schmecken lässt. Seine Frau Monika hat sich vom Lángos-Stand eine Spezialität der ungarischen Küche geholt. „So was habe ich noch nie gegessen“, sagt sie. Eben dieser Reiz des Unbekannten mache für die beiden Delmenhorster das Streetfood-Festival aus. Der Lángos-Stand entpuppte sich bereits bei der ersten Ausgabe als heimlicher Publikumsliebling. Jamie Eisermann macht die frischen und selbst gemachten Zutaten als Erfolgsrezept aus.

Saftiges Burgerfleisch aus Nacken, Schulter und Zunge

Ein paar Meter weiter parkt der Foodtruck „Boon Food“. Hier bereitet Karsten Schmidt Burger-Fans ein besonderes Geschmackserlebnis. „Bei mir kommen nur Nacken-, Schulter- und Zungenfleisch zwischen die Brötchen“, verrät der passionierte Koch. Dadurch besitzt das Fleisch einen Fettgehalt von 23 Prozent, wodurch die Burger-Patties noch saftiger werden, erklärt Schmidt.

Auch einige Verkäufer naschen von ihren Leckereien

Mit den ganzen Leckereien vor der Nase fällt es vielen Verkäufern oftmals schwer, nicht selber zur eigenen Kundschaft zu gehören. Das weiß Clara-Lisa Chery nur zu gut. Sie verkauft Bubble-Waffles. Die Waffeln mit den kleinen „Bläschen“ werden mit Eis, Schokolade und Früchten kredenzt. „Für mich reicht eine Bubble-Waffle am Tag“, gesteht sie mit Blick auf ihren Verkaufshit „Chocolate Bomb“, bei dem so einige Kalorien über die Theke gereicht werden. In die Versuchung seinen Hunger am eigenen Stand zu stillen, kommt Ahmet Jdrizahari vom Foodtruck „Holsteiner“ nicht. Er serviert Spanferkel aus dem Smoker. Als Moslem ist für ihn Schweinefleisch tabu. „Da hat der Chef mitgedacht“, witzelt er. Dafür kann er die Qualität des Fleisches anhand der Konsistenz beurteilen: „Das Fleisch ist so weich, das zerfällt schon beim Servieren“, sagt er.

Langes Warten für intensiven Fleischgeschmack

Burger-Fans bekommen auch bei der mobilen Küche „Burger Brasserie“ mit dem Dry-Aged-Fleisch ein besonderes Geschmackserlebnis geboten. 45 Tage wird das Rindfleisch aus dem Emsland abgehangen. Durch diese Verfahrensweise erhält das Burgerfleisch einen intensiveren Geschmack. Die kulinarische Weltreise auf dem Bismarckplatz kann am Samstag, 23. Juni, von 11 bis 22 und am Sonntag, 24. Juni, von 11 bis 20 Uhr angetreten werden.


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