Gelöbnis in Delmenhorst Bundeswehr-Nachwuchs gelobt Treue und Tapferkeit

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Delmenhorst. 20 Rekruten aus dem Logistikbataillon 161 haben Am Donnerstag, 21. Juni, in der Feldwebel-Lilienthal-Kaserne Delmenhorst Treue und Tapferkeit für Deutschland gelobt. Kommandeur Oberstleutnant Stephan Fey stellte klar, dass diese Frauen und Männer damit mit Mut an eine Aufgabe gingen, auf die sie stolz sein können.

Wörtlich gelobten die Soldaten, dass sie der Republik treu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer verteidigen werden. Sie sind erst wenige Wochen bei der Bundeswehr, und Kommandeur Fey erinnerte sich sehr deutlich, wie sie auf der Millionenwiese im Zentrum der Kaserne zunächst „verunsichert, eher wie wie Touristen in einem neuen Umfeld agierend, die neue Welt Bundeswehr betraten.“ Das werde sich ändern.

Stärker als die eigene Bequemlichkeit

„Schließlich – mit einem weiten Blick nach vorne – wird der eine oder andere von Ihnen dann irgendwann vielleicht einmal in einer einsatzvorbereitenden Ausbildung sein“, erklärte Fey. Dann gelte genau das Gelobte: Treue und Tapferkeit. Diese Werte seien „keine alten oder undefinierten Forderungen. Beide sind untrennbar mit unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung verbunden.“ Treue bedeute, für die Grundwerte des Grundgesetzes einzustehen. Tapferkeit verlange, „stärker zu sein als die eigene Bequemlichkeit“ und bewusst für Rechte und Freiheit der Bürger einzustehen.

Dass die Soldaten sich – trotz viel Unrühmlichem, das gelegentlich über die Bundeswehr erzählt werde – für den Dienst entschieden hätten, zeige, dass sie sich als mündiger Staatsbürger ihren eigenen Weg mit eigenen Erfahrungen machen wollen.

„Sie leisten einen unschätzbaren Dienst“

Der CDU-Ratsherr des Stadtrates Delmenhorst Bastian Ernst vertrat als ehemaliger Soldat die Politik der Stadt. „Viele erzählte Bundeswehr-Geschichten haben etwas Übertriebenes“, sagte er, aber mit Gewissheit könne er sagen, dass er nicht eine Sekunde seiner 19 Monate als Soldat bereue. Die Kameradschaft in der Truppe heiße, „dem anderen sein Leben anvertrauen zu können.“ Die Soldaten könnten stolz auf sich sein. „Mit Ihrem Bekenntnis, für unseren freiheitlichen und demokratischen Staat notfalls ihr Leben zu riskieren, leisten Sie einen unschätzbaren Dienst.“ Diese Anerkennung solle sich auch in der Öffentlichkeit den Soldaten gegenüber zeigen. Im Alltag – und der Politik. Das geschehe aber nicht, die Bundeswehr leide weiterhin an mangelnder Ausstattung.

Fotomodell für Familie und Freunde

Bei vergangenen Gelöbnissen gab es zum Teil deutlich mehr als 20 Soldaten auf Zeit oder Wehrdienstleistende. In diesem Jahr leisteten sie nicht wie zuvor ihr Gelöbnis zusammen mit Kameraden aus der Marineoperationsschule in Bremerhaven. Die Rekruten blieben nach der Zeremonie samt ihrer Ausbilder minutenlang stramm auf der Millionenwiese stehen, während alle weiteren Züge die Millionenwiese verlassen hatten – Fotomodell vor militärischem Gerät und Fahnen für die Familien. Warum sie den Schritt gewählt haben: „Um meinem Land zu dienen, und um an meine Grenzen zu gehen. Wenn es mir gefällt, werde ich meine Zeit hier verlängern“, sagt eine Rekrutin. Ein junger Mann: „Die Bundeswehr ist oft etwas verschrien. Ich finde, dass es eine gute Sache ist. Man sollte etwas für sein Land tun.“


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