Zeichnungen und Künstlerbücher Ausstellung „Memory Palace“ eröffnet in Delmenhorst am Freitag

Von Thilko Gläßgen

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Im selbstgestalteten T-Shirt und mit der Kladde zur Ausstellung präsentiert der Hamburger Crossover-Künstler Stefan Marx seine Ausstellung in der Städtischen Galerie Delmenhorst. Foto: Thilko GläßgenIm selbstgestalteten T-Shirt und mit der Kladde zur Ausstellung präsentiert der Hamburger Crossover-Künstler Stefan Marx seine Ausstellung in der Städtischen Galerie Delmenhorst. Foto: Thilko Gläßgen

Delmenhorst. Dem schwedischen Modekonzern H&M sagte er ab, aber die Anfrage der Städtischen Galerie Delmenhorst konnte Stefan Marx nicht ablehnen. Seine Zeichnungen und Künstlerbücher gibt es ab diesem Freitag an zu sehen.

Notizen einfach nur auf ein loses Blatt Papier zu schreiben oder zu zeichnen, kommt für Stefan Marx nicht in Frage. Stattdessen haben es ihm die Klassiker unter den Notizbüchern, die Kladden des Suhrkamp-Verlags, angetan. Seit Jahren nutzt er diese für seine Beobachtungen des Alltags, die er stets in den Kladden verewigt. Ob er sich nun auf einer Reise nach New York, einem Wochenende in Offenburg oder beim G20-Gipfel in Hamburg befindet: Stets ist Marx mit seinem Heft bewaffnet.

Zeichnungen im Großformat schmücken Städtische Galerie

„Zum G20-Gipfel habe ich gestalterische Spaziergänge unternommen“, erklärt der gebürtige Nordhesse. Viele seiner Skizzen stellen Alltagssituationen dar, die in Großformat die Wände der Städtischen Galerie schmücken. Freitagabend um 20 Uhr wird die Städtische Galerie Delmenhorst an der Fischstraße 30 „Memory Palace“ eröffnen. Kunstinteressierte haben von da an bis Sonntag, 26. August die Möglichkeit, sich die Marx’sche Kunst anzusehen.

Flughäfen haben es dem Künstler angetan

Neben den Kladden zeichnet Marx auch auf Skateboards, Vasen und Plattencovern. Auch hat er bereits eine eigene Modekollektion entworfen, dabei lehnte er vorher eine Anfrage von H&M aus ethischen Gründen ab. Besonders angetan haben es ihm Flughäfen, so gestaltet er Skateboards mit Flugzeugen oder den in Gedanken am Zielort befindlichen Passagieren.

„Neue visuelle These“

Für Galerieleiterin Dr. Annett Reckert passt Marx perfekt ins Profil der Städtischen Galerie: „Einerseits verkörpert er eine neue visuelle These, aber andererseits haben wir bereits eine große Sammlung auf Papier, in die sich Marx einreiht.“ So gab es bereits eine Anfrage der Berliner Galerie, was Reckert selbst als Ehre ansieht.

Villa und Remise der Städtischen Galerie sind ab diesem Freitag Abend ab 20 Uhr und dann Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. An Donnerstagen eröffnet das Kunsthaus von 11 bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt vier Euro, ermäßigt drei.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN