Tempokontrollen Polizeibeamte setzen Zeichen gegen Raser in Delmenhorst und umzu

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Fast 50.000 Autofahrer haben hiesige Polizisten kürzlich ins Visier genommen. 47 von ihnen müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Foto: Matthias Balk/dpaFast 50.000 Autofahrer haben hiesige Polizisten kürzlich ins Visier genommen. 47 von ihnen müssen mit einem Fahrverbot rechnen. Foto: Matthias Balk/dpa

Delmenhorst/Landkreis/Wesermarsch Die Polizei hat im großen Stil Verkehrsteilnehmer kontrolliert. Sie nennt auch einige erschreckende Beispiele für Verfehlungen auf der Straße.

Bei einer groß angelegten Tempokontrolle hat die Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/ Wesermarsch 454 Bußgelder und 47 Fahrverbote ausgesprochen. Wie die Beamten mitteilen, führten sie zwischen 11. und 17. Juni insgesamt 40.900 Kontrollen durch.

Mehrere krasse Beispiele für Verfehlungen im Verkehr

Als besonders krasse Beispiele für Verkehrsverstöße führt die Polizei mehrere Beispiele aus Delmenhorst an.

  • Darunter ist beispielsweise ein Raser, durch das Delmenhorster Stadtgebiet fuhr. Bei der Kontrolle befand er sich zwar außerhalb einer geschlossenen Ortschaft, jedoch in Höhe einer Grundschule. 50 Kilometer die Stunde waren an der Stelle zulässig. Der Autofahrer hatte 107 Km/h auf dem Tacho.
  • Gleich an einem Abend gingen der Polizei im Stadtgebiet zudem zwei Autofahrer mit Tempo 90 und 98 ins Netz.
  • Und außerhalb der geschlossenen Ortschaft wurden einmal ein Autofahrer mit Tempo 175 bei erlaubten 70 Km/h – satte 105 Km/h zu viel.
  • Neben diesen Delmenhorster Fällen nennt die Polizei einen Autofahrer, der, im Großbaustellenbereich der A1 all zu sehr auf die Tube drückte: Der Mann fuhr mit 154 Km/h durch die Baustelle und hatte damit 74 Km/h zu viel auf dem Tacho. Später stellte die Polizei fest, dass der Autofahrer 1,5 Promille im Blut hatte.
  • Einen besonderen Fall von Missachtung haben die Beamten ebenfalls parat: Gleich am ersten Tag der Tempokontrollen sollte eine Autofahrerin wegen zu hoher Geschwindigkeit im Fahrverbotsbereich angehalten werden. Die Haltezeichen sowie die auffordenden Polizisten sah sie allerdings gar nicht erst – die Frau war von ihrem Smartphone zu sehr abgelenkt.

(Weiterlesen: Unfallzahl im A1-Großbaustellenbereich steigt um 70 Prozent an)

Polizei will auch weiterhin Verkehrssünder stellen

Von den insgesamt verteilten 454 Bußgeldverstößen waren 435 reine Verstöße wegen Geschwindigkeit. Für die große Masse der Verkehrssünder blieb es im Übrigen bei einem Verwarngeld: 1531 Verwarngelder wurden zu hohem Tempos ausgesprochen. 47 Verkehrsteilnehmer müssen hingegen mit einem Fahrverbot rechnen, weil sie zu sehr aufs Gas traten. Hinzu kommt für sie ein empfindliches Bußgeld. Zudem wurden in vier Fällen Strafverfahren gegen Autofahrer eingeleitet, weil sie unter Alkoholeinfluss im Straßenverkehr standen.

Die Polizei kündigt an, auch zukünftig groß angelegte Tempokontrollen durchzuführen, um gegen nicht angepasste Geschwindigkeit vorzugehen und somit letztlich die Zahl der Unfälle mit Schwerverletzten oder Toten einzudämmen.


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