Rodung auf künftigem Bauland Konflikt um Delmenhorster Biotop lässt Fragen offen

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Im September 2017 hatte die Stadt in Langenwisch ein großes Gebüsch gerodet. Der Konflikt von damals wirkt noch immer nach. Foto: Melanie HohmannIm September 2017 hatte die Stadt in Langenwisch ein großes Gebüsch gerodet. Der Konflikt von damals wirkt noch immer nach. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Teile der Delmenhorster Ratspolitik halten an der Kritik an der Rodung einer geschützten Fläche fest. Die Stadt verteidigt sich hingegen: Man habe nicht gegen Richtlinien verstoßen.

Der Konflikt um die Beschädigung des Biotops im künftigen Neubaugebiet an der Langenwischstraße ist im Planungsausschuss am Dienstag noch einmal aufgeflammt: Teile der Politik halten an ihrer Verärgerung über das rigorose Vorgehen der Verwaltung im Hinblick auf die Rodungsarbeiten auf der Moorfläche fest. Das Rathaus hingegen sieht bei sich keine Fehlentscheidungen.

(Weiterlesen: Scharfe Kritik nach Rodung eines 2000 Quadratmeter großen Gehölzes in Delmenhorst)

Stadtbaurätin Bianca Urban verwahrte sich ausdrücklich gegen Vorwürfe, die Verwaltung habe gegen Richtlinien verstoßen, und verwies auf eine Stellungnahme des Umweltministeriums: Danach habe Hannover der städtischen Naturschutzbehörde bescheinigt, richtig gehandelt zu haben bei der Freigabe für die Abholzaktion. Das Baugebiet liege im öffentlichen Interesse, und die Freigabe sei eine Frage der Abwägung.

Ratsleute sehen Rüge des Ministeriums

Ratsfrau Eva Sassen (Bürgerforum), Ratsfrau Marianne Huismann (Grüne) und Nabu-Beirat Prof. Gerd Turowski hingegen beharrten auf eine Rüge des Ministeriums und verstanden das Schreiben so, dass die Stadt sehr wohl Versäumnisse bei der Prüfung begangen habe. Huismann machte einen Vertrauensverlust aus.


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