Austausch in Delmenhorst Mädchen-Arbeitskreis empfängt internationalen Besuch

Von Elena Dohrmann

Meine Nachrichten

Um das Thema Delmenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Gemeinsam für Frauenrechte: (v.l.) S.M. Prithiviraj, Regina Hewer, Swetlana Gottwald, Irada Gautam, Daniel Hewer, Jana Stemmler, Christina Körner, Martina Gaebel und Barbara Wessels. Foto: Elena DohrmannGemeinsam für Frauenrechte: (v.l.) S.M. Prithiviraj, Regina Hewer, Swetlana Gottwald, Irada Gautam, Daniel Hewer, Jana Stemmler, Christina Körner, Martina Gaebel und Barbara Wessels. Foto: Elena Dohrmann

Delmenhorst. Engagement für Gleichberechtigung nimmt in Delmenhorst wie in Indien und Nepal einen hohen Stellenwert ein. Über Methoden und Ergebnisse der Arbeit tauschten sich am Montag verschiedene Initiativen aus.

Ob in Delmenhorst oder in Indien: Weltweit engagieren sich verschiedenste Organisationen für den Abbau von Geschlechterungleichheiten und gegen die Benachteiligung von Frauen. Diese Ziele verfolgen auch der Mädchen-Arbeitskreis „GeSa“ („Gemeinsame Sache für Mädchen“) und die „terre des hommes“- Ortsgruppe Delmenhorst-Ganderkesee. Beide kooperieren seit rund vier Jahren, indem sie gemeinschaftlich verschiedene Projekte organisieren. Am Montag empfingen sie zusammen Besuch aus Indien und Nepal, um sich auch im internationalen Rahmen über Frauenarbeit auszutauschen.

Methoden aus Deutschland, Indien und Nepal gleichen sich

Aus Nepal reiste Irada Gautam an, die sich für Geschlechtergerechtigkeit in ihrem Heimatland engagiert. Mit ihrem Projekt verfolgt sie vor allem das Ziel, die Kinderheirat abzuschaffen. In ähnlicher Weise macht sich S.M. Prithiviraj für Mädchen aus Südindien stark, wo junge Mädchen als Arbeitssklavinnen eingesetzt und misshandelt werden. Obwohl die Ausgangsvoraussetzungen in Nepal und Indien nur schwer mit deutschen Verhältnissen zu vergleichen sind, konnten die Projektinitiatoren Gemeinsamkeiten in der Methodik erkennen. Aufklärung und Prävention besitzen so auch in der internationalen Mädchen- und Frauenarbeit einen hohen Stellenwert. Zudem würden durch Migrationsprozesse einzelne Probleme wie Zwangsheirat auch in Deutschland auftreten, erklärt Martina Gaebel vom Arbeitskreis „GeSa“.

Projekte sollen Perspektiven aufzeigen

Mit ihren Hilfsprojekten wollen die Initiatoren aus Delmenhorst, Nepal und Indien Hilfestellungen bieten, indem sie neue Perspektiven aufzeigen. Beispielsweise müssen die Frauen keine typisch weiblichen Berufe erlernen, sondern können auch im technischen Bereich arbeiten, erklärt „terre des hommes“-Vizepräsidentin Regina Hewer. Nach ihrem Besuch im Rathaus werden die internationalen Gäste ihre Projekte am Mittwoch auch im Frauenhaus Delmenhorst vorstellen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN