Tat im November Lebensgefährte nach Mord an Delmenhorster Obdachloser in Haft

In einer Garage auf dem ehemaligen Bahngelände am Winterweg ist in der Nacht zum 4. November 2017 eine 51-jährige Frau getötet worden. Foto: NonstopnewsIn einer Garage auf dem ehemaligen Bahngelände am Winterweg ist in der Nacht zum 4. November 2017 eine 51-jährige Frau getötet worden. Foto: Nonstopnews

Delmenhorst. Nach dem Mord an einer Obdachlosen am 4. November 2017 in Delmenhorst ist nun der Lebensgefährte der Getöteten verhaftet worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Oldenburg jetzt mit.

Die 51-jährige Frau war in der Nacht vom 3. auf den 4. November 2017 in Delmenhorst auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs am Winterweg in einer Garage Opfer eines gewaltsamen Tötungsdelikts geworden. Die Frau war vor ihrem Tod schwer misshandelt worden.

Gemeinsam in der Garage gehaust

Die 51-jährigen Polin war laut Mitteilung der Staatsanwaltschaft zum Tatzeitpunkt wohnungslos und „hauste“ zusammen mit ihrem polnischen Lebensgefährten in der Garage. Nach dem Ergebnis der bisherigen Ermittlungen der Mordkommission der Polizei Delmenhorst besteht jetzt der dringende Tatverdacht, dass der 29-jährige Lebensgefährte seine Partnerin aus Eifersucht gewaltsam tötete.

Mann soll Täterwissen offenbart haben

Dieser Verdacht beruht laut Staatsanwaltschaft darauf, dass der Lebensgefährte gegenüber zwei Zeugen Täterwissen offenbart haben soll. Gegenüber einem dieser Zeugen soll er zudem auch die Tat eingeräumt haben.

Auf dem ehemaligen Bahngelände am Winterweg hatte sich die Tat ereignet. Archivfoto: Frederik Grabbe

Amtsgericht erlässt Haftbefehl

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg hat das Amtsgericht Oldenburg gegen den Tatverdächtigen einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes aus niedrigen Beweggründen erlassen. Der Beschuldigte befindet sich nunmehr in Untersuchungshaft. Kurz nach der Tat hatte die Staatsanwaltschaft noch mitgeteilt, dass gegen den Lebensgefährten kein Tatverdacht besteht.

29-Jähriger schweigt noch

Der Mann hat sich im Rahmen der Haftbefehlsverkündung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen nicht eingelassen. Weitere Details zu den andauernden Ermittlungen können laut Mitteilung derzeit nicht bekannt gegeben werden. Sollte der 29-Jährige wegen Mordes verurteilt werden, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Debatte um Mord in der Stadt

Die Tat hatte im vergangenen November die Stadt erschüttert und auch eine Diskussion losgetreten: Die Obdachlose hatte mit ihrem Lebensgefährten bis kurz vor der Tat im Wollepark gewohnt. Sie hatten die Wohnung erst kurz vor der Tat verlassen, als die Stadt die Problemblöcke Am Wollepark 11 und 12 nach monatelanger Gas- und Wassersperre für unbewohnbar erklärt hatte.


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