Es stehen Gelder aus Josef-Hospital Delmenhorst: Brand noch nicht abgewickelt

Von Marco Julius

Der Brandschaden am JHD in der Stadtmitte ist noch nicht komplett abgewickelt. Archivfoto: FiedlerDer Brandschaden am JHD in der Stadtmitte ist noch nicht komplett abgewickelt. Archivfoto: Fiedler

Delmenhorst. Der Großbrand, der im September 2016 einen Millionen-Schaden am Krankenhaus-Standort Mitte verursacht hat, ist versicherungstechnisch noch immer nicht komplett abgeschlossen. Das bestätigt Werner Korfhage, Abteilungsleiter der zuständigen Versicherung Öffentliche Oldenburg, auf dk-Nachfrage.

Das bedeutet laut Korfhage, dass noch nicht die komplette Versicherungssumme ausgezahlt worden ist. Zu Zahlen machte er keine Angaben. Das Verfahren sei durch die Insolvenz der Stiftung St.-Josef-Stift zusätzlich verkompliziert worden. Es müsse geklärt werden, wer Ansprüche stellen kann. „Wir stehen für Gespräche mit allen Beteiligten bereit“, sagt Korfhage. Ob auch das mittlerweile wieder rein kommunale Josef-Hospital Delmenhorst noch Zugriff auf Teile der Versicherungssumme hat, ist dennoch ungewiss.

Zahlung ungewiss

Auch JHD-Geschäftsführer Florian Friedel betont das komplexe Verfahren. „Wir loten natürlich aus, was möglich ist“, sagt er. „Wir sind aber realistisch genug, dass wir nicht mit eventuellen Zahlungen planen.“ Im Sanierungsplan für das Krankenhaus sei von vornherein nicht mit Versicherungsgeldern aus dem Schaden gerechnet worden. Der Plan stehe auch so.

So sehr das städtische Krankenhaus das Geld in Gegenwart und Zukunft gebrauchen könnte: der wahrscheinlichste Fall ist, dass die noch ausstehende Summe in der Insolvenzmasse aufgeht.


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