Elternbefragung und Anmeldezahlen Willms liegt bei Schulen in Delmenhorst ganz vorn

Von Marco Julius

Das Gymnasium an der Willmsstraße ist beliebt: 18.49 Prozent der Schüler, die im kommenden Schuljahr in die 5. Klasse kommen, haben sich dort angemeldet. Foto: Frederik GrabbeDas Gymnasium an der Willmsstraße ist beliebt: 18.49 Prozent der Schüler, die im kommenden Schuljahr in die 5. Klasse kommen, haben sich dort angemeldet. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. Die Zahl der Schulanmeldungen im Sekundarbereich I und der Wille der Eltern ist Thema im nächsten Schulabschluss. Das Willms ist dabei für viele die erste Adresse.

Delmenhorst. Das Gymnasium an der Willmsstraße ist beliebt bei Eltern. Das hat eine Elternbefragung aller Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Schulklassen ergeben, die Teil der Schulentwicklungsplanung der Stadt ist. In dieser Elternbefragung wurde mittels eines anonymen Fragebogens zum einen abgefragt, an welcher Schule das Kind voraussichtlich angemeldet werden soll und zum anderen, ob das Kind einen anerkannten Förderbedarf hat.

Insgesamt sind 688 Eltern von Kindern der 3. Klasse und 686 Eltern von Kindern der 4. Klasse befragt worden. Von den 1374 versandten Fragebögen wiederum wurden 581 ausgefüllt, sodass sich eine Rücklaufquote von 42,29 Prozent ergibt.

Willms liegt bei Eltern vorn

Bei dem Elternwunsch liegt das Willms mit 24,01 Prozent ganz vorn. Dahinter folgen das Max-Planck-Gymnasium (18,87 Prozent) und die IGS (17,41 Prozent). Den Standort Lilienstraße der Realschule haben 15,57 Prozent angekreuzt, weitere 13,06 Prozent präferieren den Standort Holbeinstraße.

Die Wilhelm-von-der-Heyde-Oberschule (4,09) und die Oberschule Süd (3,96 Prozent) fallen bereits deutlich ab. Die Hauptschule ist nur von 2,11 Prozent die Wahl der Eltern. 0,92 Prozent der Eltern gaben an, ihr Kind auf die Förderschule schicken zu wollen. Bei den Werten ist laut Stadtverwaltung zu beachten, dass viele Eltern mehrere Schulen für ihr Kind angaben, sodass 785 Mal eine Schule angewählt wurde, obwohl nur für 581 Kinder ein Fragebogen zurückgesendet wurde. In den Begründungen für die Schulwahl wurden am häufigsten zwei Motive angegeben: zu einem wurde benannt, dass bereits ein Geschwisterkind diese Schule besucht und zum anderen, dass der Schulweg am kürzesten sei.

Die Frage nach dem Förderbedarf des Kindes beantworteten 8,97 Prozent der Eltern mit Ja.

Anmeldezahlen liegen vor

Zwischenzeitlich hat die Verwaltung auch die realen Anmeldezahlen an den weiterführenden Schulen zum Stichtag 15. Mai abgefragt. Die Zahlen sind noch vorläufig, lassen aber Rückschlüsse zu. So sind für die IGS mehr Schüler angemeldet worden, als aufgenommen werden können. Die Realschule nimmt am Standort Holbeinstraße mehr Kinder auf als angemeldet wurden.

„Es zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen der Umfrage und dem tatsächlichen Anmeldeverhalten. Die beiden Gymnasien sowie die Realschule wurden in der Umfrage stärker angewählt als im Rahmen der Anmeldungen. Bei den beiden Oberschulen, der Hauptschule sowie den Förderschulen ist der Verhältnis anders herum“, teilt die Verwaltung mit. Am Willms etwa, der Schule mit den meisten Anmeldungen, liegt der reale Wert bei 18,49 Prozent.

Der Ausschuss für Bildung, Wissenschaft, Sport und Kultur beschäftigt sich mit dem Thema am Donnerstag, 7. Juni, um 17 Uhr (Mensa Oberschule Süd).