Ab Juni Führungen Einblicke in Kunst und Geschichte Delmenhorsts

Von Dirk Hamm

Auch die Grafengruft wird Thema bei den Führungen sein, die Herta Hoffmann (l.) und Barbara Stolberg von Samstag an in etwa monatlichen Intervallen in der Stadtkirche anbieten. Foto: Dirk HammAuch die Grafengruft wird Thema bei den Führungen sein, die Herta Hoffmann (l.) und Barbara Stolberg von Samstag an in etwa monatlichen Intervallen in der Stadtkirche anbieten. Foto: Dirk Hamm

Delmenhorst. An diesem Samstag beginnt eine monatliche Reihe von Führungen in der Stadtkirche. Kunst und Geschichte sollen dabei verbunden werden.

Delmenhorst. Ein Besuch der Delmenhorster Stadtkirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit lohnt nicht nur aus religiösen Gründen. Denn mit Führer-Orgel und Pfingstfenstern, Epitaph und Gemälden und nicht zuletzt der zum Nachdenken anregenden Dreifaltigkeitssäule ist das Gotteshaus auch Hort kultureller Vielfalt. Und mit der Grafengruft zudem ein Ort, der ein wichtiges Stück Stadtgeschichte widerspiegelt. All das, Kunst, Kultur und Geschichte, wollen Barbara Stolberg und Herta Hoffmann in diesem und im kommenden Jahr kulturinteressierten Gästen mit einer Serie von gemeinsamen Kirchenführungen näherbringen.

Aspekte der Geschichte sollen verbunden werden

Beginnend am Samstag, 2. Juni, 11 bis 12 Uhr, soll ungefähr einmal im Monat eine einstündige Führung angeboten werden, die laut Stolberg von der „normalen, standardisierten Kunstvorstellung“ in der Kirche abweicht. Immer wieder von Neuem sollen bestimmte Aspekte der künstlerischen Gestaltung des Kirchenbaus und der Geschichte des Grafenhauses Oldenburg-Delmenhorst miteinander verbunden werden. Dabei übernimmt die ausgebildete Kirchenführerin Barabara Stolberg den kulturellen Part, während Historikerin Herta Hoffmann die historischen Aspekte in den Mittelpunkt rückt.

Für die erste Führung am 2. Juni hat sich Hoffmann einen aktuellen Jahrestag als Anknüpfungspunk ausgesucht: Vor 400 Jahren löste der Prager Fenstersturz die Reihe von kriegerischen Konflikten aus, die als Dreißigjähriger Krieg in die Geschichte eingehen sollten. Hoffmann zieht dazu zwei alte Chroniken heran, die von der Erscheinung eines Kometen berichten, der von den Menschen der Frühen Neuzeit als Zeichen des kommenden göttlichen Strafgerichts gedeutet wurden.

Um eine Spende wird gebeten

Weitere Führungen sind in diesem Jahr jeweils samstags am 23. Juni, 21. Juli, 18. August, 29. September und 20. Oktober geplant. Eine weitere Führung ist ausnahmsweise für einen Mittwoch vorgesehen, am 5. September geht es dann kurz vor Beginn des Kramermarkts um das Thema Marktzeit. Der Eintritt ist frei, es wird um eine Spende gebeten, die komplett dem Umbauvorhaben, mit dem die Grafengruft ansprechender präsentiert werden soll, zugute kommt.