Ärger um Parken in Delmenhorst Kalmis kritisiert Knöllchen – Stadt widerspricht

Von Kai Hasse und Thomas Breuer

Aus seiner Sicht zu rigide Parkraumüberwachung während des Frühjahrszaubers kritisiert der Delmenhorster Ratsherr Murat Kalmis. Symbolfoto: dpaAus seiner Sicht zu rigide Parkraumüberwachung während des Frühjahrszaubers kritisiert der Delmenhorster Ratsherr Murat Kalmis. Symbolfoto: dpa

Delmenhorst. Die Parkraumüberwachung während des vergangenen Frühjahrszaubers sorgt für Unmut: FDP-Fraktionschef Murat Kalmis kritisiert, dass besonders rege Knöllchen verteilt worden seien, was Besucher abschrecke. Die Stadt bestreitet das: Es habe gerade einmal zwei mündliche Hinweise gegeben.

Er „wundert sich“ über den „Fleiß des städtischen Verkehrsdienstes, der ja wohl besonders rege Knöllchen an die Falschparker verteilt hat“, erklärt FDP-Fraktionschef Murat Kalmis im Nachgang des Frühjahrszaubers am vergangenen Wochenende. Er habe sich Kritik von einigen auswärtigen Besuchern anhören, „deren Lust am Frühjahrszauber durch gebührenpflichtige Verwarnungen vergangen war“, so Murat Kalmis wörtlich. Die Stadt habe besonders viel Ressourcen in sonntägliche Arbeit der Parkraumüberwachung investiert. Diese Vorgehensweise wirke sich negativ auf das Image der Stadt aus.

Zwei Hinweise laut Verwaltung

Diesem Eindruck widerspricht die Stadt: Ein Parkraumüberwacher der Stadt sei im Dienst gewesen. Es habe von städtischer Seite keine Verwarnungen gegeben, so Sprecher Timo Frers. „Zwei Mal gab es lediglich mündliche Hinweise – zum einen, weil unberechtigt auf einem Behindertenstellplatz geparkt wurde, und zum anderen, weil eine Feuerwehrzufahrt zugeparkt war.“ Zudem habe es eh genügend freie Plätze gegeben. Kalmis‘ Kritik greife somit ins Leere.

Eindruck strenger Kontrollen

Kalmis beharrt aber. Er selbst habe zwei uniformierte Überwacher gesehen. Ihm seien Knöllchen gezeigt worden – die er aber nicht genau überprüft habe. Das Zustellen von Behinderten- und Feuerwehrplätzen müsse selbstverständlich verhindert werden. Aber allein die Drohkulisse von Parkraumüberwachern und der Eindruck der strengen Überwachung bei einem Fest wirke kontraproduktiv auf das Image der Stadt. Er wünscht sich mehr Fingerspitzengefühl. Auch,dass Mitarbeiter der Stadt für Parkraumüberwachung sonntags Dienst schieben müssten, kritisiert er mit Blick auf das Arbeitsklima der Verwaltung. Ein politischer Antrag, der Parkraumüberwachung kulanter gestalten soll, befinde sich in Arbeit.