Burginsellauf in Delmenhorst Laufclub 93 irritiert über Feuerwerk-Aus auf Burginsel


Delmenhorst. Ein Feuerwerk zum Burginsellauf soll es in der Graft nicht mehr geben – wohl aber beim Frühjahrskramermarkt? Das kann Dieter Meyer vom Veranstalter des Laufs nicht nachvollziehen.

Der Veranstalter des 24-Stunden-Burginsellaufs, der Laufclub 93, ist irritiert über die Begründung des künftigen Feuerwerkverbots auf der Burginsel. Wie berichtet, will die Stadt Feuerwerke während der Brut- und Setzzeit zwischen 1. März und 15. Juli mit Verweis auf den Naturschutz unterbinden. Die Ausnahme soll das Feuerwerk zum Frühjahrskramermarkt aufgrund seiner Historie bleiben. Das Verbot soll 2019 in Kraft treten und wird am Dienstag im Umweltausschuss diskutiert.

Verein kann Ausnahme für Feuerwerke nicht nachvollziehen

„Überrascht über das Verbot waren wir nicht, wohl aber über die Ausnahme für den Kramermarkt“, sagt nun Vereinssprecher und Vorstandsmitglied Dieter Meyer. Seit sechs Jahren werde der Burginsellauf von einem Feuerwerk begleitet, seit 15 Jahren sei er ein sportliches Großereignis mit entsprechender Außenwirkung für Delmenhorst. Warum dem Kramermarkt eine Ausnahme eingeräumt werde, findet Meyer „eigenartig und merkwürdig“.

„Tierschutzbestimmungen nicht seit gestern“

Auch ist Meyer „verwundert“, dass sich die Verwaltung erst jetzt auf den Tierschutz beruft, wie er in der Verordnung für das Landschaftsschutzgebiet „Wiekhorn-Graftanlagen“, an dem die Burginsel grenzt, beschrieben ist. „Die gibt es ja nicht seit gestern.“ Die Verordnung ist seit 2003 in Kraft, wie dem Ratsinformationssystem zu entnehmen ist.

Trotz allem kündigt Meyer ab dem Jahr 2019 eine alternative Attraktion anstelle des Feuerwerks an. „Da wird uns etwas einfallen.“


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