Verbot zeichnet sich ab Nie wieder Feuerwerk zum Delmenhorster Burginsellauf

Delmenhorsts größtes Lauf-Event in der Graft, der 24-Stunden-Burginsellauf, wird wohl nie wieder von einem Feuerwerk begleitet werden. Archivfoto: Andreas NistlerDelmenhorsts größtes Lauf-Event in der Graft, der 24-Stunden-Burginsellauf, wird wohl nie wieder von einem Feuerwerk begleitet werden. Archivfoto: Andreas Nistler

Delmenhorst. Das sportliche Großereignis in der Delmenhorster Graft, der 24-Stunden-Burginsellauf, wird wohl nie wieder mit einem Feuerwerk begleitet werden. Die Stadt kündigt aus Tierschutzgründen ein Verbot an – und eine Ausnahme.

Delmenhorsts größtes Lauf-Event in der Graft, der 24-Stunden-Burginsellauf, wird wohl nie wieder von einem Feuerwerk begleitet werden. Das geht aus einer Vorlage zum nächsten Umweltausschuss am 29. Mai hervor. Auf Anfrage von Harald Schneewind (Grüne), wie Feuerwerke auf der Burginsel mit der Brut- und Setzzeit, in der Wildtiere besonders geschützt sind, in Einklang zu bringen seien, spricht sich die Stadtverwaltung dafür aus, dass ab 2019 zwischen 1. März und 15. August keine Feuerwerke mehr auf der Burginsel mehr abgebrannt werden dürfen. Ausnahme ist das Feuerwerk zum Frühjahrskramermarkt.

Schall und Licht könnten Tiere stören

Die Stadt begründet dies mit einem Verbot gemäß der Verordnung zum Schutz des Landschaftsschutzgebiets I in der Graft, an dem die Burginsel unmittelbar angrenzt. „Schall- und Lichtwirkungen“ würden unter anderem das Paarungsverhalten von Tieren oder bei der Aufzucht des Nachwuchses stören. Die Stadt beruft sich zudem auf Erkenntnisse des Bundesumweltamts und das Bundesnaturschutzgesetz. Das Kramermarkt-Feuerwerk bilde aufgrund „seiner Historie“ und als „identitätsstiftende Veranstaltung“ eine Ausnahme.


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