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16.05.2018, 06:00 Uhr KOMMENTAR ZUM JHD DELMENHORST

Weitere Nadelstiche gegen Delmenhorster Beschäftigte

Von Michael Korn


Wieder im Fokus von Gerüchten: JHD Delmenhorst. Foto: Melanie HohmannWieder im Fokus von Gerüchten: JHD Delmenhorst. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Der Delmenhorster Oberbürgermeister Axel Jahnz hat am Dienstag aufkeimende Gerüchte um angebliche städtische Horrorzahlungen in Millionenhöhe für Ankauf und Schadensersatzansprüche im Zuge der Krankenhaus-Übernahme entkräften müssen. Dazu ein Kommentar von dk-Redaktionsleiter Michael Korn.

Schön, wenn sich Ratsmitglieder Sorgen machen um das Wohl der Stadtfinanzen und damit letztlich auch um das Wohl der Delmenhorster Steuerzahler. Doch das Verbreiten von Gerüchten, Halbwissen und Vermutungen wie im Fall des Josef-Hospitals gestern durch Ratsherr Axel Unger ist der Sache nicht zuträglich, sondern schadet ihr. Die nicht klein zu kriegenden Parolen um angebliche Horrormillionen für den JHD-Kauf, um Unsummen von Schadensersatz und um gefährdete Fördermillionen für den Krankenhausstandort Delmenhorst sind nicht nur weitere Nadelstiche gegen die hinreichend malträtierten Beschäftigten. Sie setzen auch dem wegen der Massenmorde ohnehin nicht zum besten bestellten Image des Delmenhorster Krankenhauswesens weiter zu und gefährden einen überfälligen Umschwung in eine endlich lastenfreie und sichere Zukunft. Ratsmitglieder tragen in erster Linie Verantwortung – diese beginnt da, wo es sachlich begründeten Aufklärungsbedarf gibt, endet aber spätestens bei Stammtischweisheiten auf öffentlicher Bühne. Ratsherr Unger und seine Fraktionschefin Sassen sollten sich das bei weiteren Nachfragen zum Thema dringend in Erinnerung rufen.


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