Wollepark-Fonds ermöglicht Projekt Parkschüler schleifen und malen für schöneren Schulhof

Von Sonia Voigt

Künstlerischer Einsatz für den eigenen Schulhof: Schüler der Parkschule haben eine Torwand gestaltet, die schon rege genutzt wird. Foto: Sonia VoigtKünstlerischer Einsatz für den eigenen Schulhof: Schüler der Parkschule haben eine Torwand gestaltet, die schon rege genutzt wird. Foto: Sonia Voigt

Delmenhorst. Zehn Schüler mit fünf verschiedenen Muttersprachen haben an der neuen Torwand für die Parkschule gewerkelt. Das Projekt der Sozialarbeit an Schulen profitiert vom gut genutzten Verfügungsfonds Wollepark.

Ins bunte Leben auf dem Pausenhof der Parkschule ist die neue Torwand schon gut eingebunden: Davor bildet sich eine Schlange kleiner Kicker, die auf ihren Schussversuch warten, während die Rückseite als Kletterwand benutzt wird. „Manche wussten erst gar nicht, wozu die Torwand da ist“, berichtet Schul-Sozialarbeiterin Jessica Granz. Spätestens seit die Schüler bei der Gestaltung selbst Hand angelegt haben, ist das Rätsel aber gelöst. Und Mittel aus dem Verfügungsfonds haben damit ein weiteres Projekt ermöglicht, das Kindern aus dem Wollepark zu Gute kommt.

Unbürokratische Förderung wird gut genutzt

„Der Verfügungsfonds bietet uns tolle Möglichkeiten“, freut sich Wollepark-Quartiersmanagerin Erika Bernau, „das läuft ganz gut an“. Solange das Quartier als Sanierungsgebiet gilt, fließen die 15.000 Euro aus Städtebaufördermitteln jährlich. Ein einfacher Antrag genügt, dann entscheiden Bewohnervertreter im GISS-Beirat (Gemeinschaftsinitiative Soziale Stadt) mit, ob das Projekt gefördert wird –und es kann losgehen. „Im ersten halben Jahr nach dem Start im Sommer 2017 haben wir rund 7000 Euro für verschiedene Projekte abgerufen“, bilanziert Bernau. Seitdem sind eine Reihe weiterer Anträge gefolgt, stellen darf sie „jeder, der im Wollepark aktiv ist, und sich für eine Verbesserung des Lebens im Quartier einsetzt“.

Bewohner und Einrichtungen können Projekte vorschlagen

Besonders schön sei es natürlich, wenn Bewohner selbst Ideen einbringen, sagt Bernau, ist aber auch dankbar für Kooperationen mit Institutionen, wie das Torwand-Projekt mit der Sozialarbeit an Schulen der Delmenhorster Jugendhilfe-Stiftung. „Mit den Vorarbeiten hat es fast ein halbes Jahr gedauert“, denkt Schul-Sozialarbeiterin Jessica Granz zurück, die auf die Unterstützung von Schulleiter Hartmut Seedorff zählen konnte.

Modelle gebaut, geschliffen und gemalt

Sieben Jungen und drei Mädchen, die mit ihren Eltern im Wollepark-Quartier leben und fünf verschiedene Muttersprachen sprechen, haben gemeinsam Entwürfe gezeichnet und Modelle gebaut. Dann wurde geschliffen und gemalt, im Schul-Werkraum, aber auch im Nachbarschaftszentrum Wollepark. „Die Kinder sollten sehen, was es dort gibt, wo sie wohnen“, erklärt Granz. Und sie haben erlebt, dass sie etwas gestalten und bewegen können – ihre Handabdrücke und Namen auf der fertigen Torwand zeugen davon.