Delmenhorster Geschäft schließt Mit dem Eisenwarenhandel Wildfeuer geht eine Institution

Von Sonia Voigt

Max Wildfeuer (links) schließt seinen Eisenwarenladen nahe der Delmenhorster Fußgängerzone. Archivfoto: Marco JuliusMax Wildfeuer (links) schließt seinen Eisenwarenladen nahe der Delmenhorster Fußgängerzone. Archivfoto: Marco Julius

Delmenhorst. Fast 40 Jahre lang hat Max Wildfeuer in dem gleichnamigen Eisenwarengeschäft an der Oldenburger Straße 205 Hand- und Heimwerker mit Eisenwaren und Werkzeug versorgt. Ende Juni endet diese Ära.

Drei Gründe nennt Max Wildfeuer dafür, dass es mit dem Eisenwarenhandel nicht weitergeht: Alter, Gesundheit, Nachfolge. Mit fast 75 Jahren steht der gebürtige Bayer noch selbst mit seinen langjährigen Mitarbeitern hinter dem Verkaufstresen, was er aber nicht fortsetzen kann und will. Für seine Tochter als potenzielle Nachfolgerin ist ihm der Job zu schwer. Einen anderen, der das an die Fußgängerzone angrenzende Traditionsgeschäft fortführen will, hat er in drei Jahren Suche nicht gefunden.

Konkurrenz aus dem Internet erschwert das Überleben

Zudem erschwere die Konkurrenz aus dem Internet dem Eisenwarengeschäft das Leben, berichtet Max Wildfeuer. Da gehe es ihm genauso wie den anderen alteingesessenen Haushaltswaren- und Elektroläden, die aus der Innenstadt längst verschwunden seien. Leicht wird es dem Chef nicht fallen, die Türen das letzte Mal zu schließen. Zunächst soll aber bis Ende Juni in Ruhe der Räumungsverkauf über die Bühne gehen. Erste Rabatte gibt es jetzt schon, viele alte Kunden schauen vorbei.

Eisenwarengeschäft besteht seit 1913

Das Gebäude hat Wildfeuer verkauft. Was daraus wird, weiß er nicht. Nur so viel: Das Eisenwarengeschäft, das an dieser Stelle seit 1913 besteht – vor der Wildfeuer-Ära unter den Namen Heinzel und Rüdebusch – ist bald Geschichte.