Integration in Delmenhorst Nachbarschaftsbüro Hasport feierlich eröffnet

Von Sascha Sebastian Rühl

Elke Munderloh, Sabine Kettler und Alexandra Hilderer betreuen gemeinsam das Nachbarschaftsbüro Hasport. Foto: Sascha Sebastian RühlElke Munderloh, Sabine Kettler und Alexandra Hilderer betreuen gemeinsam das Nachbarschaftsbüro Hasport. Foto: Sascha Sebastian Rühl

Delmenhorst. Das Nachbarschaftsbüro Hasport soll eine Anlaufstelle für alle Sorgen im Quartier sein. Um das neue Angebot publik zu machen, werden bald Türklinken geputzt.

Der persönliche Kontakt soll im neuen Nachbarschaftsbüro Hasport an erster Stelle stehen. Am Mittwoch wurde es mit einem fröhlichen Familienfest eröffnet. „Demnächst werden wir auch von Tür zu Tür gehen und uns vorstellen“, versprach Elke Munderloh, die das neue Nachbarschaftsbüro des Diakonischen Werks zusammen mit Alexandra Hilderer und Sabine Kettler betreuen wird. Seit Jahresbeginn ist das Büro schon aktiv. „Wir haben bisher Vernetzungsarbeit betrieben und wurden hier gut aufgenommen. Man arbeite bereits eng mit anderen zusammen, etwa mit der Gemeinschaft Hasport, dem Jugendtreff oder der St. Johannes-Gemeinde. Alle zusammen böten bereits ein gutes Angebot und ergänzten sich. „Im Sinne des Quartiers“, so Munderloh. Von dem erweiterten Angebot werde jeder profitieren.

Stadtteil soll zusammenwachsen

Rund um das Büro an der Annenheider Straße 154 regieren mehrgeschössige Wohnhäuser und auf der anderen Straßenseite kleine Einfamilienhäuser das Stadtteilbild. „Das soll jetzt alles zusammenwachsen.“ In den Räumen, in der früher einmal die Polizei untergebracht war, gibt es Platz für große und kleine Versammlungen, Beratungen oder Vorträge und vor allem für das Gespräch von Mensch zu Mensch. „Im Gespräch von eins zu eins werden die meisten Informationen transportiert“, erklärt Munderloh.

„Ureinwohner“ froh über Angebot

Froh über das neue Angebot war nicht nur Oberbürgermeister Axel Jahnz (SPD), der in seinem Grußwort den Wert der Nachbarschaft betonte. Michael Odermatt verband die fröhliche Eröffnung mit großen Hoffnungen. „Ich wohne zwei Häuser weiter. Für mich ist das hier eine Anlaufstelle, vor allem für Ältere“, sagte der 60-jährige Hasporter, ein „Ureinwohner“, wie er sagt. „Ich hoffe, dass das hier ein Ort für unsere Sorgen wird. Ich hoffe auf ein vernünftiges Miteinander und dass die Leute wieder aufeinander zugehen.“

Einladung an Hasporter steht

„Nachbarschaft ist mehr als Nebeneinander wohnen“, fand auch Diakoniepastor Dietrich Jaedicke. Auf dem Land organisiere sich die Nachbarschaft alleine, im städtischen Bereich sei dafür ein Büro nötig. „Bringen Sie sich ein, kommen Sie mit ihren Sorgen und Wünschen hierher“, forderte Jaedicke. Auch Diakonie Kreisgeschäftsführerin Saskia Kamp lud die Anwohner ein. „Dies ist ein Raum zum Austausch, bitte nutzen Sie uns. Wir sind für alle da.“

Weiteres Büro soll bald öffnen

Interessiert am Geschehen waren auch Anna Brökling und Cornelia Lindemann-Ridder, die am 21. Juni auch in Deichhorst ein Nachbarschaftsbüro eröffnen wollen. „Wir sind im Moment personell reduziert, es läuft schleppend an“, sagte Lindemann-Ridder. Trotzdem kämen bereits einzelne Interessierte und gerade laufe eine Pflanzaktion mit Kindern zum Thema Bienen. „Die Notwendigkeit für ein Nachbarschaftsbüro ist da. Man muss die Leute nur aus der Reserve locken“, glaubt die Betreuerin. Zusammen mit den anderen Delmenhorster Nachbarschaftsbüros werde ein Gesamtkonzept entwickelt.