Der Nase nach Lafu Delmenhorst informiert über Gerüche in Gebäuden

Von Florian Fabozzi

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Gary Zörner (links) und Renate Seyfert (rechts) unterziehen Martin Westphal von der Volkshochschule einem Geruchstest. Foto: Florian FabozziGary Zörner (links) und Renate Seyfert (rechts) unterziehen Martin Westphal von der Volkshochschule einem Geruchstest. Foto: Florian Fabozzi

Delmenhorst. Die Kooperation zwischen dem Labor für Chemische und Mikrobiologische Analytik (Lafu) und der Volkshochschule Delmenhorst (VHS) ist längst eine Erfolgsgeschichte. Die gemeinsame Vortragsreihe geht am Freitag, 4. Mai, in die 18. Runde und in dieser widmen sich der Lafu-Chef Gary Zörner und Kollegin Renate Seyfert dem Thema „Gerüchen“.

„Die häufigste Grund für die Untersuchung der Innenraumluft sind Gerüche“, erklärt Zörner. Zwar lassen sich schlechte Gerüche durch regelmäßige Luftwechsel präventiv verhindern, doch manchmal liegt die Geruchsquelle im Verborgenen. Ob Möbel, Teppiche oder Kamine - geruchsverursachende Stoffe können sich nahezu überall befinden. Meist handle es sich dabei um organische Verbindungen.

Lösungsmittel bergen Gefahren

Zörner weist auf die Gefahr von Rückständen von Lösungsmitteln hin, die in der Industrie eingesetzt werden. Diese enthalten krankheitserregende Stoffe wie Benzol. Es sei demnach kein Zufall, dass etwa Lackierer verhältnismäßig oft an Leberkrebs erkranken.

Bei Innenraumuntersuchungen werden chemisch-physikalische Verfahren angewendet, die jedoch längst nicht alle erfassen. Tatsächlich ist die Nase in der Lage, Gerüche wahrzunehmen, die wissenschaftlich nicht nachweisbar sind. Deshalb wird bei derartigen Untersuchungen eine Gruppe von Gutachtern zurate gezogen, die Gerüche im sensorischen Verfahren aufspüren und hinsichtlich der Kriterien Intensität, Akzeptanz und Hedonik bewerten. Letzteres beschreibt die Einordnung in subjektiven Kategorien wie „angenehm“ und „unangenehm“.

Gäste aus Nordhrein-Westfalen

Am Freitag, dem 4. Mai um 18 Uhr in der VHS, werden Zörner und Seyfert näher ins Detail gehen. Sie erwarten etwa 100 Zuhörer, „darunter auch sieben Baubiologen aus Nordrhein-Westfalen“, erzählt Zörner stolz. Das sei ein Indiz dafür, dass die Arbeit des Lafu auch außerhalb von Delmenhorst anerkannt wird.


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