Information aus dem Kühlschrank Nachbarschaftsbüros holen Notfalldose nach Delmenhorst

Von Mareike Bader

Bea Brüsehoff vom Nachbarschaftsbüro Düsternort und Michael Steinbach, Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Delmenhorst, stellen die Notfalldose vor. Foto: Mareike BaderBea Brüsehoff vom Nachbarschaftsbüro Düsternort und Michael Steinbach, Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Delmenhorst, stellen die Notfalldose vor. Foto: Mareike Bader

Delmenhorst. Schnelle Information für den Rettungsdienst bietet nun auch in Delmenhorst die Notfalldose. Gelagert werden soll sie im Kühlschrank.

Im Notfall ist es für den Rettungsdienst wichtig, alle notwendigen Informationen zu haben. Dafür gibt es in Delmenhorst bereits die Notfallmappe. „Da ist nicht immer bekannt, wo sie ist“, sagt Bea Brüsehoff vom Nachbarschaftsbüro.

Eine Ergänzung bietet künftig eine kleine Plastikdose, die im Kühlschrank gelagert wird. Erhältlich ist die grüne Notfalldose gegen eine kleine Spende ab dem 3. Mai zu den üblichen Öffnungszeiten der Nachbarschaftsbüros in Düsternort, Wollepark, Hasport und Deichhorst sowie dem Seniorenstützpunkt an der Lahusenstraße. Weitere Stellen sind möglich. Interessierte Organisationen können sich an Bea Brüsehoff wenden.

Aufkleber an der Haustür und Kühlschrank helfen den Rettern

Ein Aufkleber innen an der Haustüre und am Kühlschrank weisen die Retter auf die Notfalldose hin. Denn der Kühlschrank ist schnell zu finden. „Es ist eine zusätzliche Informationsquelle für uns“, sagt Michael Steinbach, Leiter des Rettungsdienstes der Stadt Delmenhorst.

„Die Notfalldose ist wartungsfrei“, betont Brüsehoff die Vorteile. Auf dem Datenblatt für die Notfalldose kann auch notiert werden, was im Umfeld zu tun ist. Sprich: Muss ein Kind noch abgeholt werden oder wer soll sich um das Haustier kümmern. Wichtig für den Notdienst ist natürlich, wo eine Medikamentenliste hinterlegt ist und ob es eine Patientenverfügung gibt.

Die Dose sei nicht nur für Senioren gedacht, bekräftigen die Vertreter der Nachbarschaftsbüros. „Es ist auch sinnvoll für Alleinstehende in den Stadtteilen“, sagt Anna Brökling vom Nachbarschaftsbüro Deichhorst. Wer Hilfe beim Ausfüllen des Datenblatts braucht, kann sich an die Nachbarschaftsbüros wenden.