Öffentliches BBQ Delmenhorst steht Parkgrillern nicht im Wege

Von Sascha Sebastian Rühl

Im Wollepark wird bei den sommerlichen Temperaturen auch gerne mal mit der Familie und Freunden gegrillt. Auch an einen Müllsack wurde gedacht. Foto: Melanie HohmannIm Wollepark wird bei den sommerlichen Temperaturen auch gerne mal mit der Familie und Freunden gegrillt. Auch an einen Müllsack wurde gedacht. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. In vielen Parks und Grünanlagen in Delmenhorst darf gegrillt werden. Dennoch sollten sich Holzkohle-Freunde an einige Regeln halten.

Öffentliches Grillen auf Freiflächen gehört zum Nacherholungscharakter der städtischen Grünflächen und ist explizit erlaubt. In der Wahl ihres Grillplatzes haben die Delmenhorster viele Möglichkeiten. Nur am Hasportsee, an den Graftanlagen und und in Schutzgebieten ist das Grillen explizit verboten. Am Wollepark, im Landschaftspark Nord an der Nordenhamer Straße und an der Kramerstraße/Elbinger Straße in Düsternort darf gegrillt werden. Nur am Hasportsee, an den Graftanlagen und und in Schutzgebieten ist das Grillen explizit verboten. In den anderen drei Parkanlagen ist das öffentliche Grillen gestattet, teilt Stadtsprecher Timo Frers auf Anfrage mit. Doch auch an der Graft könne auf dem vorhandenen Grillplatz zwischen Kleingärten und Rodelberg und mit vorheriger Absprache die Holzkohle heiß gemacht werden. „Die Anlage wird zwei- bis dreimal jährlich zur Nutzung beim Fachdienst Stadtgrün und Naturschutz nachgefragt.“ Eine Anmeldung sei nicht notwendig. Einen weiteren Grillplatz gebe es „Am Donneresch“, dort gibt es einen Rasenplatz im Bereich, wo Delme und Welse zusammenfließen.

Viele lassen Müll liegen

Auch im Wollepark wird öfter gegrillt, leider müsse sich die Verwaltung aber um die Hinterlassenschaften der Griller kümmern. Zweimal pro Woche lasse die Verwaltung den Bereich reinigen. „Da es den Grillfreunden möglich ist, eigenes Grillgut in den Park zu tragen, sollte es andersherum auch möglich sein, die Reste wieder mitzunehmen.“ Auch auf laute Musik sollte im Sinne einer gemeinsamen öffentlichen Nutzung der Grünanlagen und zum Schutz der dort lebenden Fauna verzichtet werden. Die Stadt begrüße es ausdrücklich, wenn auf Einweggrills grundsätzlich verzichtet werden würde. Auch damit werde die Natur geschützt.

Grillen gehört zur Erholung dazu

Scharfe Kontrollen von Grillparties sehe die Verwaltung nicht vor. „Die Verwaltung strebt derzeit keine derartige Reglementierung der Grünanlagen an. Die Freiflächen dienen der Bevölkerung zur Naherholung. Dazu zählt auch der Aufenthalt im Freien mit Picknick und gegebenenfalls öffentlichem Grillen.“ Grund für Maßnahmen hätte die Stadt bisher auch nicht gehabt. „Größere Probleme im Stadtgebiet sind in diesem Zusammenhang derzeit nicht bekannt“, so Frers. So kann die Grillsaison in Delmenhorst starten – auch außerhalb des eigenen Gartens.