Segelclubs an der Ochtum Delmenhorster bringen Boote ins Wasser

Von Sascha Sebastian Rühl

Gute Teamarbeit: Mitglieder der Delmenhorster Wassersportvereine bringen ihre Boote nach dem Winter zu Wasser. Foto: Knut Waldeck/St. VeitGute Teamarbeit: Mitglieder der Delmenhorster Wassersportvereine bringen ihre Boote nach dem Winter zu Wasser. Foto: Knut Waldeck/St. Veit

Delmenhorst. Der Termin für das sogenannte Ausbooten wurde kurzfristig vorverlegt. Am Hafen herrschte deswegen Hochbetrieb und 50 Boote wurden zu Wasser gelassen.

Hochbetrieb hat kürzlich am Ochtumhafen vor Schleuse und Sperrwerk geherrscht. Drei Vereine – der Delmenhorster Segelclub St. Veit von 1924, der Wassersportverein Warturm und der Wassersportclub Ochtum – brachten ihre Boote zu Wasser. Insgesamt knapp 50 Segel-und Motorboote, Verdrängung von 700 Kilo bis hin zu zehn Tonnen, wurden aus den Hallen hinter der Schleuse mit Treckern zum Wasserplatz gefahren und dann per Autokran zu Wasser gelassen.

Aufgabe für vereinte Kräfte

„An sich schon nervenzehrend genug“, findet Rainer Lies, Vorsitzender des Delmenhorster Segelclubs St. Veit die Prozedur. Doch der geplante Termin für das Ausbooten musste in diesem Jahr von Sonntag auf Freitag verschoben und innerhalb eines Tages organisiert werden. „Am Sonntag sollte zu der seit Monaten geplanten Zeit ein Binnenschiff den Hafen in Anspruch nehmen“, erklärt der Vorsitzende. Gewerbliche Schifffahrt habe Vorrang vor Sportbooten.

Improvisation geglückt

Für die Organisatoren von St. Veit, die jetzt umplanen mussten, ein kleiner feiner Leistungstest: „Streiche Sonntag, setze Freitag und versuche, die Boote des am Freitag arbeitenden Teils der Mitglieder dennoch zu Wasser zu bringen.“ Es klappte mit vereinten Kräften – ebenso wie das Angrillen mit Bratwurst und diversen Salaten, nachdem die Boote am Steg festgemacht waren. Unter der Clubhaus-Terrasse trotzten die Segler anschließend dem Dauerregen.