Kulturbüro legt Jahresbericht vor Plädoyer für Sanierung des Kleinen Hauses in Delmenhorst

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Die Burginselträume zählten auch 2017 zu den Höhepunkten der vom Kulturbüro ausgerichteten Veranstaltungen. Archivfoto: Klaus WarninghoffDie Burginselträume zählten auch 2017 zu den Höhepunkten der vom Kulturbüro ausgerichteten Veranstaltungen. Archivfoto: Klaus Warninghoff

Delmenhorst. 40.000 Besucher haben im vergangenen Jahr das in die Jahre gekommene Kleine Haus in Delmenhorst besucht. Das Kulturbüro setzt auf eine Sanierung – und zieht eine positive Jahresbilanz.

Der Jahresbericht 2017 des städtischen Kulturbüros, er kommt natürlich nicht ohne der Verweis auf den Zustand des Kleinen Hauses aus. Ann-Katrin Albers sagt: „Das Theater ist ein Herzstück des städtischen kulturellen Lebens in dieser Stadt. Es strahlt in die Region und fördert das Delmenhorster Image.“ Aber dem Herzstück geht es nicht gut – und das schon recht lang. Auch das macht Albers klar: „Durch die knappen Finanzmittel besteht seit vielen Jahren ein hoher Sanierungsstau im Theater. Auch wenn das Foyer bereits erneuert wurde, konnte die Sanierung des Saals und des Bühnenbereichs noch nicht umgesetzt werden.“ Inständig hoffe man darauf, dass Gelder freigegeben werden. Das machte Albers im Fachausschuss deutlich. Eine Mängelliste sei erstellt. Um die Möglichkeiten der Sanierung zu ermitteln, hat die Verwaltung inzwischen eine Machbarkeitsstudie bei einem externen Architekturbüro in Auftrag gegeben.

40.000 Besucher im Kleinen Haus

Im Jahr 2017 gab es 219 Nutzungstage im Kleinen Haus – mit 137 Veranstaltungen, An 18 Tagen stand das Theater laut Albers auswärtigen Veranstaltern zur Verfügung. Insgesamt konnten 2017 40.000 Besucher im Kleinen Haus verbucht werden.

Das nur zwei Personen starke Team des Kulturbüros hat 2017 – ein erfolgreiches Jahr“ – 25 eigene Veranstaltungen auf die Beine gestellt und damit 5700 Besucher erreicht. „Zu den Höhepunkten des Jahres zählten erneut die Burginselträume“, sagt Albers. Aber auch das 28. Jazzfest und die Aufführung der Oper Nabucco auf der Burginsel hebt sie gesondert hervor. „Das Jazzfest konnte wieder einmal mit einzigartigen, facettenreichen Konzerten und renommierten Künstlern aus aller Welt zahlreiche regionale und überregionale Besucher begeistern“, sagt sie. Die 48. Ausgabe der Reihe „Hespos – Neue Musik in Delmenhorst“ habe den Zuhörern zudem einen außergewöhnlichen Konzertabend von höchster Qualität“ geboten. Zu den Veranstaltungen des Kulturbüros zählten auch Ausstellungen.

Beilemann lobt Engagement

Große Sprünge“ seien angesichts der Personalstärke und des Budgets des Kulturbüros nicht möglich, machte Albers klar. Bürgermeisterin Antje Beilemann (SPD) hatte im Fachausschuss eindringlich dafür geworben, den städtischen Kultureinrichtungen ein größeres Budget zur Verfügung zu stellen: „Kultur können wir nicht den privaten Anbietern überlassen, auch wenn Kultur im städtischen Haushalt zu den freiwilligen Leistungen zählt.“ Sie lobte ausdrücklich den Einsatz der Mitarbeiterinnen des Kulturbüros und der weiteren städtischen Kultureinrichtungen.

Kulturelles Leben fördern

Das bunte und vielfältige kulturelle Leben in Delmenhorst fördern und unterstützen – das ist die Aufgabe des städtischen Kulturbüros. Neben der Verwaltung des Kleinen Hauses und der Organisation eigener Kulturveranstaltungen gehört auch die Kulturförderung dazu. Das Kulturbüro wickelte die Vergabe der städtischen Zuschussmittel an freie Initiativen und Vereine ab. Neben den eigenen Veranstaltungen unterstützte das Kulturbüro wieder zahlreiche Künstler, Gruppen und Initiativen bei der Ausrichtung von Konzerten und Veranstaltungen im Stadtgebiet.


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