Interventionsprojekt in neuen Räumen Training für Gewalttäter startet

Von Sonia Voigt


Delmenhorst. Einen neuen Kurs, in dem Gewalttäter an sich arbeiten, startet das Oldenburger Interventionsprojekt (Olip) Anfang Mai in Delmenhorst – erstmals in neuen, besser geeigneten Räumen.

sov Delmenhorst. Einen neuen Kurs, in dem Gewalttäter an sich arbeiten, startet das Oldenburger Interventionsprojekt (Olip) Anfang Mai in Delmenhorst – erstmals in neuen, besser geeigneten Räumen. „Wir beziehen gerade einen großen, hellen Gruppenraum in der ehemaligen Fröbelschule mit eigener Beratungsecke“, freut sich die als Trainerin in der Täterarbeit ausgebildete Sozialpädagogin Daniela Hirt.

Gemeinsam mit einem Kollegen leitet sie auch das neue Gruppentraining für männliche Gewalttäter, das am Mittwoch, 2. Mai, beginnt. In 26 zweistündigen Sitzung erarbeiten die Männer immer mittwochs von 16.30 bis 18.30 Uhr in verschiedenen Modulen bessere Wege, Konflikte zu lösen. Eine Tatrekonstruktion und das Aufstellen eines Notfallplans gehören immer zum Training.

Olip richtet sich aber nicht nur an Männer, sondern auch an Gewalttäterinnen, die bereit sind ihr Verhalten zu ändern. „Frauen fällt es oft noch schwerer, sich zu melden, weil Gewalt für sie mit noch mehr Scham besetzt ist“, weiß Sozialpädagogin Hirt. Daher gibt es für sie zwar kein Gruppentraining, aber eine Einzelberatung.

Auch die offene Sprechstunde mittwochs von 15 bis 16 Uhr an der Fröbel-straße 1 steht Gewalttätern und -täterinnen gleichermaßen offen. Fachkollegen können sich dort ebenfalls bei den Tätertrainern informieren und mit ihnen austauschen.