„Gesund und bunt“: Erste Ergebnise Gesundheitsprojekt hilft Benachteiligten in Delmenhorst

Von Elena Dohrmann

Präsentieren das Motto „Gesund und bunt“:  (von links) Projektkoordinatoren Steffen Motzkus und Anna Stumpe mit Projektleiter Dr. Johann Böhmann. Foto: Elena DohrmannPräsentieren das Motto „Gesund und bunt“: (von links) Projektkoordinatoren Steffen Motzkus und Anna Stumpe mit Projektleiter Dr. Johann Böhmann. Foto: Elena Dohrmann

Delmenhorst. Unter dem Titel „Gemeinsam in Delmenhorst. Gesund und bunt“ werden sozial benachteiligte Bürger in Gesundheitsfragen unterstützt. Die Initiatoren des Projekts präsentieren erste Ergebnisse.

Als Gemeinschaftsprojekt des Diakonischen Werks Delmenhorst/ Oldenburg Land und des Delmenhorster Instituts für Gesundheitsförderung (DIG) startete das Vorhaben im November 2017 in drei Nachbarschaften der Stadt. Unter dem Motto „Gemeinsam in Delmenhorst. Gesund und bunt“ fand das Projekt in Düsternort, Hasport und dem Wollepark seinen Anfang. Erste Ergebnisse zum Gesundheitsangebot konnten nun der Projektleiter Dr. Johann Böhmann sowie die Koordinatoren Anna Stumpe und Steffen Motzkus vorstellen.

Bedürfnisse müssen identifiziert werden

Im Zentrum der Maßnahmen steht die klar definierte Zielgruppe der Schwangeren und Familien mit Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren mit Migrationshintergrund. Seit Anfang des Jahres wurden im ersten Schritt lokale Akteure befragt, die Auskunft über vorhandene Ressourcen und Angebote im Bereich der Gesundheit gaben. Danach führte das Team um Dr. Böhmann eine zweite Analyse durch, bei der durch Befragungen der Familien Bedürfnisse der Bewohner identifiziert werden sollten. Ein Problem was dabei aufkam, waren die heterogenen Familienverhältnisse in den verschiedenen Nachbarschaftsorten. Als Ergebnis stellte sich heraus, dass vielerlei stadtweite Angebote im Bewegungs- und Gesundheitsbereich bestehen. So finden regelmäßig interkulturelle Kochabende oder Kurse für Kleinkinder statt. Allerdings wurde bemängelt, dass zu wenig kostengünstige und muttersprachliche Angebote existieren.

Einsatz von Gesundheitshelfern geplant 

Ab September sollen in den drei Nachbarschaftsbüros sogenannte Gesundheitstreffen stattfinden, in denen den Teilnehmern Inhalte wie Ernährung, Entspannung sowie Bewegung näher gebracht werden sollen. Zudem ist die Schulung von Gesundheitshelfern geplant. Diese sollen als Multiplikatoren agieren und die Inhalte an betroffene Familien weitervermitteln. Bis zum Jahr 2020 soll die Gesundheitsförderung besonders in die Familien durchdringen, die es am nötigsten haben, so Böhmann.