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Bauprojekt im Schwimmbad Grafttherme investiert 1,8 Millionen in zweites Kursbecken

Von Marco Julius

Erweiterung für die Grafttherme: Bad-Leiter Oliver Wilms (links) und Geschäftsführer Guido Becker haben die Pläne für das zweite Kursbecken vorgestellt. Foto: Marco JuliusErweiterung für die Grafttherme: Bad-Leiter Oliver Wilms (links) und Geschäftsführer Guido Becker haben die Pläne für das zweite Kursbecken vorgestellt. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Die Grafttherme in Delmenhorst bekommt ein zweites Kursbecken. Das wurde am Freitagmittag bei einem Pressegespräch bekanntgegeben. 2019 soll es fertig sein.

Die Nachfrage nach Kursen in der Grafttherme ist laut Guido Becker, Geschäftsführer der Grafttherme, so gewaltig, dass jetzt der Bau eines zweiten Kursbeckens nötig ist. Schon länger hat das Kursbecken in der Grafttherme den Bedarf nicht mehr gedeckt: Für Schwimmkurse gab es Wartezeiten von bis zu einem Jahr. Anfang 2017 gab es mehr als 40 Kurse pro Woche in dem Becken. „Das vorhandene Kursbecken platzt aus allen Nähten“, sagt Becker unverblümt.

Geplante Baukosten von 1,8 Millionen Euro

Das neue Becken soll eine Fläche von 80 Quadratmetern und eine Tiefe zwischen 1,30 und 1,40 Metern haben. Die Baukosten der Erweiterung des im August 2011 eröffneten Schwimmbads werden laut erster Planung rund 1,8 Millionen Euro betragen. Die Planungen sehen zudem vor, dass das zweite Becken nach Ende der Sommerferien 2019 genutzt werden kann. Baubeginn ist noch in diesem Jahr.

Steigerung der Attraktivität

Wie Becker erläutert, hat der Aufsichtsrat der BAD Bäderbetriebsgesellschaft dem Neubau des zweiten Kursbeckens zugestimmt. „Diese Zustimmung zu dieser Investition zeugt vom politischen Vertrauen in die Gesellschaft und ihre Mitarbeiter“, sagt Becker. Mit dem zweiten Becken könne man auf die gestiegene Bedarfs- und Anfragesituation reagieren und einen weiteren Baustein zur Sicherung und Ausbau der Attraktivität der Grafttherme setzen.

Bei dem neuen Becken handelt es sich um ein multifunktionales Bewegungsbecken mit einer Wassertemperatur von 32 Grad Celsius. „Das Becken wird im Gegensatz zum ersten Kursbecken keinen Hubboden haben. „Nach Gesprächen mit Nutzergruppen ist klar geworden, dass das nicht erforderlich ist“, sagt Becker.

Zugang über Sportbereich

Das neue Kursbecken werde in einem Bereich entstehen, der bisher als Betriebshof genutzt wird und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Der Zugang erfolgt über den Sportbereich. „Die Fläche ist bereits bei der Planung der Grafttherme als Erweiterungsfläche für ein Kursbecken vorgesehen gewesen. Diese Erweiterung ist Teil eines Masterplans“, sagt Becker.

Das neue Kursbecken wird die Grafttherme für eigene Kurse nutzen, es steht aber auch Vereinen und Gruppen zur Verfügung. Seepferdchen-Kurse, Babyschwimmen, Aqua-Fitness-Angebote – der Kursbereich sei durchweg rentabel. Becker geht auch beim zweiten Becken von einer hohen Auslastung aus: „Die Investition wird sich amortisieren.“