Jahresbilanz der Commerzbank Digitalisierung bringt Delmenhorster zur Bank

Von Mareike Bader

Frank Eilers (links), Filialdirektor der Commerzbank Delmenhorst, und Bärbel Heldt, zuständig für den Geschäftskunden-Bereich, vor der Filiale in Delmenhorst. Foto: Mareike BaderFrank Eilers (links), Filialdirektor der Commerzbank Delmenhorst, und Bärbel Heldt, zuständig für den Geschäftskunden-Bereich, vor der Filiale in Delmenhorst. Foto: Mareike Bader

Delmenhorst. Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 kann Frank Eilers, Filialdirektor der Commerzbank in Delmenhorst, zurückblicken. Ein Grund sei die Ausweitung digitaler Angebote.

Die Digitalisierung hat auch den Bankensektor verändert. 2016 wurde die Strategie „Commerzbank 4.0“ ins Leben gerufen. Bis 2020 sollen 80 Prozent der Prozesse digital ablaufen, erklärte der Delmenhorster Filialdirektor Frank Eilers bei der Vorstellung der Jahresbilanz am Mittwoch.

Im Geschäftsjahr sei schon ein Wert von 50 Prozent erreicht worden. Der Erfolg zeigt sich auch im Gesamtkonzern, der im Geschäftsjahr einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro erzielen konnte. Die Anleger können daher wieder auf eine Dividende hoffen.

„Wir sind auf dem Weg zu einem digitalen Unternehmen“, sagte Eilers. An den Filialen werde dennoch festgehalten. Die Strategie laute, digital und persönlich ansprechbar zu sein. Die Erfahrung habe gezeigt, dass 90 Prozent der Menschen beides haben wollen, erläuterte Sonja Habig, Pressesprecherin der Region Nord/West: „Digitalisierung heißt mehr Kunden in der Filiale.“

Mehr Privatkunden als jemals zuvor

So konnte die Delmenhorster Filiale ihren Stamm um 200 Privatkunden erweitern, führte Eilers aus. Am „Zugpferd“, dem kostenlosen Girokonto, werde daher nichts geändert, versprach er. Zu den 1270 kleineren bis mittelständischen Selbstständigen des Geschäftskunden-Bereichs kommen damit 11.200 Privatkunden – „Mehr als je zuvor“, freute sich der Filialdirektor.

Im Kreditgeschäft, in dem ein Volumen von 68 Millionen Euro verwaltet werden, nimmt die Baufinanzierung einen großen Anteil ein. Um 29 Prozent konnte dort das Geschäft gesteigert werden. Die Finanzierung kann hier etwa über eine eigene „Baufi“-App beantragt werden.

„Ein Gespräch kostet nix“, ruft Eilers auf, die Beratung in der Bank wahrzunehmen. Da könne es um Konsumkredite für ein neues Auto gehen oder um die Anlagen. Altersarmut sei ein großes Thema, da sei eine vernünftige Vorsorge wichtig, sagte er. „Lieber früh mit wenig anfangen. Das können auch schon 20 Euro im Monat sein“, bekräftigte Pressesprecherin Habig.