Parkplatz-Prognose Experte sieht Platz für Parkdeck am Delmenhorster Vorwerk

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Am Delmenhorster Vorwerk ist Platz für mindestens 62 zusätzliche Parkplätze. Foto: Michael KornAm Delmenhorster Vorwerk ist Platz für mindestens 62 zusätzliche Parkplätze. Foto: Michael Korn

Delmenhorst. Zumindest „etwas erhöhen“ sollte Delmenhorst die Zahl der Parkplätze am Vorwerk. Ob ebenerdig oder mit zweigeschossigem Parkdeck, ließ der Verkehrsexperte im Planungsausschuss am 10. April 2018 offen.

In der Kontroverse um zusätzliche Parkplätze Am Vorwerk zwischen Park- und Cramerstraße haben Verkehrsexperten erhebliche Kapazitäten ausgemacht: Der vorhandene Parkplatz mit seinen 79 Plätzen könnte allein ebenerdig durch zusätzliche Stellflächen im Seitenraum sowie Nutzung eines städtischen Nachbargrundstücks um 62 Plätze erweitert werden. Und mit einem zweigeschossigen Parkdeck im östlichen Teil des Areals könnten sogar mehr als 150 Plätze hinzukommen. Ralf Losert, Geschäftsführer der Firma PGT Umwelt und Verkehr aus Hannover, bekräftigte am Dienstag vor dem Planungsausschuss des Stadtrates, diese Ausbauoptionen seien ein Zwischenstand und noch keine abschließende Empfehlung.

Parkraum auch an der GSG

Bis zur Sommerpause des Rates will PGT der Politik aber eine gutachterliche Stellungnahme im Rahmen der Parkraumstudie für den östlichen City-Bereich zur Entscheidung vorlegen. PGT hat laut Losert weitere potenzielle Abstellflächen für die autofahrende Kundschaft der Innenstadt entdeckt – vor allem an der Schulstraße: So könnte der Parkplatz der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft GSG nach deren Dienstschluss fürs allgemeine Parken freigegeben werden. Und für den gegenüberliegenden Parkplatz des Willms-Gymnasiums könnte eine Parkscheiben-Regelung nach 16 Uhr für mehr Park-Kapazitäten sorgen. Losert wies zudem auf die Tiefgarage des ehemaligen Hertie-Kaufhauses hin, wo 60 Stellflächen allerdings vorwiegend für Mitarbeiter des vom Investor geplanten Geschäftshauses für Einzelhandel und Dienstleistung vorgesehen seien. Er bekräftigte, wie viele Plätze im City-Osten hinzukommen sollen, sei letztlich eine politische Entscheidung.

Bäume erhalten

Der Parkplatz Am Vorwerk soll den Angaben zufolge vor allem auch gestalterisch unter weitestgehendem Erhalt der Bäume aufgewertet werden. Ziel sei es zudem, die Parkstraße und die Cramerstraße spürbar vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Dazu würde auf der Friedrich-Ebert-Allee eine Ampelanlage installiert mit neuer Linksabbiegerspur ähnlich wie in Höhe Jute-Gelände. Losert ließ durchblicken, zu welchem Schluss die Studie kommen dürfte: Die Parkplatz-Kapazität am Vorwerk sollte seiner Einschätzung „etwas erhöht werden“. Er lobte unterdessen die Erreichbarkeit der City mit Bus und Rad und hob hervor, dass der Osten der Innenstadt auch vom neuen City-Parkhaus mit gut 400 Metern verhältnismäßig gut angebunden sei.

Politik zurückhaltend

Die Politik hielt sich mit Reaktionen weitestgehend zurück: Peter Stemmler (Unabhängige) lehnte ein Parkdeck kategorisch ab, Eva Sassen (Bürgerforum) regte eine Tiefgarage im Bereich des abgerissenen Karstadt--Parkhauses an und Marianne Huismann (Grüne) fragte nach den Ablösebeiträgen zur Parkplatz-Finanzierung durch den Hertie-Investor.


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