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Durchsuchungen angeordnet Weißes Pulver löst Großeinsatz in Stuhr-Brinkum aus

Von Thomas Breuer


Brinkum. Briefe, die eine weißliche Substanz enthielten, haben am Freitag im Stuhrer Ortsteil Brinkum und in der benachbarten Gemeinde Weyhe einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst.

Mehrere Bürger hatten das zuständige Polizeikommissariat Weyhe ab etwa 14.30 Uhr informiert, diese Briefe bekommen zu haben. Betroffen waren demnach mehrere Haushalte in der Johanna-Spyri-Straße, Anna-Seghers-Straße und Ricarda-Huch-Straße. Auch das Kommissariat selbst hatte einen dieser Briefe erhalten.

Gefahr zunächst nicht auszuschließen

„Durch einen anfänglich durchgeführten Schnelltest konnte eine Gefahr für Leib oder Leben nicht ausgeschlossen werden“, so die Polizei.

Daraufhin wurden Kräfte des Gesundheitsamtes, der Feuerwehr und des Rettungsdienstes alarmiert. Die betroffenen Straßen wurden gesperrt, Anwohner aufgesucht und über den Sachverhalt informiert.

Betroffene, die bereits in den Kontakt mit der Substanz geraten waren, wurden gebeten, in ihren Häusern zu bleiben.

Polizeikommissariat zeitweise geschlossen

Das Polizeikommissariat Weyhe wurde für die Dauer des Einsatzes geschlossen. Drei Polizeibeamte, die bereits mit den Briefen in Kontakt gekommen waren, mussten in der Dienststelle bleiben.

Zwischenzeitlich wurde die Substanz unter anderem durch Kräfte der Bundespolizei Hannover und Chemiker des Landeskriminalamtes auf ihre Zusammensetzung überprüft.

Entwarnung am späten Abend

Die Untersuchung ergab gegen 21.45 Uhr, dass es sich bei dem Stoff um eine Zusammensetzung aus Zucker und Stärke handelt. Somit konnte festgestellt werden, dass es zu keiner Zeit zu einer Gefährdung von Personen kam.

Die Polizei Weyhe hat die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat aufgenommen. Dazu gehörten auch Hausdurchsuchungen im Umfeld der betroffenen Straßen und des Kommissariats, wie eine Polizeisprecherin am Samstagvormittag auf Nachfrage erklärte. Konkret Tatverdächtige seien noch nicht festgestellt worden.

Das Polizeikommissariat Weyhe ist wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Erst Ende Februar hatte es einen ähnlich gearteten Vorfall in Bremen gegeben.