Neues Baugebiet in Stickgras Delmenhorst steht endlich vor einer Bauland-Offensive

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Seltenheitswert in Delmenhorst: Mit dem Neubaugebiet im Stadtteil Stickgras könnte der Grundstücksmarkt endlich wieder angekurbelt werden. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpaSeltenheitswert in Delmenhorst: Mit dem Neubaugebiet im Stadtteil Stickgras könnte der Grundstücksmarkt endlich wieder angekurbelt werden. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Delmenhorst. In Nähe der Syker Straße in Delmenhorst-Stickgras finden Häuslebauer demnächst endlich Gelegenheit zum Grundstückskauf. Dies ist der Beginn einer weiteren Entwicklung des Stadtteils.

Der eklatante Baulandmangel in Delmenhorst könnte demnächst zumindest ein wenig abgemildert werden: Im östlichen Stadtteil Stickgras steht am Bremer Postweg die Vermarktung von etwa 30 Baugrundstücken in den Startlöchern. Auflage der Stadt: Vor dem ersten Spatenstich für die Häuser muss der Bauträger eine Lärmschutzwand errichten.

Wall gegen Gewerbelärm

Der Wall soll die neue Siedlung von lärmenden Gewerbebetrieben entlang der Syker Straße abschotten, insbesondere vom direkt angrenzenden Gelände des Autohauses Mock. Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass der Bebauungsplan noch nicht rechtskräftig ist. Erst nach Fertigstellung der Lärmschutzwand durch den Erschließungsträger DEL-MARE Projektgesellschaft mbH seien die juristischen Voraussetzungen für Bauaktivitäten gegeben. Zur Sicherung der Bauleitplanung, die Größe und Ausnutzung der Bauplätze festlegt, schließt die Stadt einen städtebaulichen Vertrag mit der DEL-MARE Projektgesellschaft mbH ab. Die Kosten der Erschließung trägt den Angaben zufolge die DEL-MARE, der Stadt entstehen aus dem Vorhaben keine Kosten. Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten werden die späteren öffentlichen Verkehrs-, Grün- und Spielplatzflächen der Stadt kostenlos übertragen.

Gesunde Wohnverhältnisse

Die geplante Lärmschutzanlage hat laut Stadtverwaltung den Zweck, „gesunde Wohnverhältnisse sicherzustellen, und ist damit für die Ziele und Zwecke des Bebauungsplanes wesentlich“. Sie muss zudem von der DEL-MARE dauerhaft auf deren Kosten unterhalten werden. Über den städtebaulichen Vertrag stimmen die Planungspolitiker des Stadtrates am kommenden Dienstag, 10. April, ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung ab. Städtebauliches Ziel ist nach Stadtangaben „die Schaffung von attraktiven und hochwertigen Wohnbauflächen“. Die Notwendigkeit der Ausweisung neuer Baugebiete sei insbesondere im „Strategischen Wohnungsmarktkonzept der Stadt Delmenhorst“ und im „Integrierten Stadtentwicklungskonzept der Stadt Delmenhorst“ ausgeführt. Das städtebauliche Konzept sehe die Entwicklung von freistehenden Einzelhäusern vor, da diese Bauform besonders stark nachgefragt wird. Vor diesem Hintergrund seien große Grundstücke mit Mindestgrundstücksgrößen von 700 Quadratmetern vorgesehen.

Baurecht fürs Piekmoor

Mit dem künftigen Bauland am Bremer Postweg sowie dem neuen, erst kürzlich nach zähem Ringen beschlossenen Wohnquartier an der Langenwischstraße erfährt der Stadtteil Stickgras eine deutliche Aufwertung als Lebensstandort. Mitte März ist zudem der Bebauungsplan Piekmoor rechtskräftig geworden, der für ein Areal zwischen Syker Straße und Kieler Weg ebenfalls ein neues Wohnviertel vorsieht - ergänzt um eine Wohn- und Gewerbezeile entlang der Syker Straße.


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