„Rettet die Graft“ fordert Miteinander Kritik an Stadt und Stadtwerken bei Graft-Rettung

Von Thomas Breuer

Aus mehreren Brunnen in den Graftanlagen könnte wieder Trinkwasser gefördert werden. Foto: Kai HasseAus mehreren Brunnen in den Graftanlagen könnte wieder Trinkwasser gefördert werden. Foto: Kai Hasse

Delmenhorst. Das Aktionsbündnis „Rettet die Graft“ mahnt zur Eile, was die Voraussetzungen für eine neuerliche Trinkwasserförderung aus dem Einzugsgebiet Graft betrifft.

Auf dem Weg zu einer neuerlichen Trinkwassergewinnung im Bereich der Graft attestiert das Aktionsbündnis „Rettet die Graft“ den beteiligten Akteuren ein wenig gutes Miteinander. Es habe sich, schreibt dessen Sprecher Heiko A. Honisch in einer Pressemitteilung, zwischen den beantragenden Stadtwerken und der Unteren Wasserbehörde bei der Stadt ein „nicht förderlicher Streit“ entwickelt: „Statt vertrauensvoll zusammen zu arbeiten und damit Zeit zu gewinnen, teilt man sich bedauerlicherweise öffentlich mit, was jeweils der andere zu tun hat.“ Die Verwaltungsspitze sei dringend gefordert, den Disput zu beenden und eine zielorientierte Arbeit einzufordern.

Erledigung von Aufgaben angemahnt

Neben den Fachgutachten, die die Stadtwerke als Antragssteller inzwischen vorgelegt haben, müsse unverzüglich eine Bestandsaufnahme des infrage kommenden Untersuchungsgebiets erfolgen. Dies sei auch eine wichtige Vorarbeit für die spätere Verordnung zum neuen Wassereinzugsgebiet, aus dem Grundwasser gehoben und als Trinkwasser bearbeitet werden soll.

Weiter müsse jetzt entschieden werden, ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) beigebracht werden muss. Dies könne unterschiedlich, je nach Fördermengen und anderen Gesichtspunkten, festgelegt werden, müsste aber längst festgelegt sein, um das das Antrags- und Genehmigungsverfahren nicht noch weiter „unvertretbar lange zu verzögern“.

Verweis auf Wasserverbandstage

Schließlich mahnt das Aktionsbündnis eine Konfliktanalyse an, „damit Rat und Verwaltung wissen, welche Fragen über die Behauptungen hinaus im denkbaren Einzugsgebiet abzuarbeiten sind, um das Antragsverfahren voranzubringen“. Nach Meinung von „Rettet die Graft“ könnten alle drei Aufgaben nicht nur bereits in der Bearbeitung sein, sondern müssten es auch sein.

„Unsere Forderungen orientieren sich streng an dem, was die Wasserverbandstage zu einem geordneten Verfahren allen Antragstellern anraten“, stellt das Bündnis klar.