Baum war am Absterben Stadt Delmenhorst reagiert auf Ärger wegen gefällter Eichen

Von Sascha Sebastian Rühl

Wurde diese Eiche am Heidkamp völlig grundlos gefällt? Anwohner kritisieren die Aktion. Die Stadtverwaltung rechtfertigt ihr Vorgehen. Foto: Jörg ZimmermannWurde diese Eiche am Heidkamp völlig grundlos gefällt? Anwohner kritisieren die Aktion. Die Stadtverwaltung rechtfertigt ihr Vorgehen. Foto: Jörg Zimmermann

Delmenhorst. Wurden Eichen in Delmenhorst grundlos gefällt? Die Stadtverwaltung verteidigt ihr Vorgehen.

Jörg Zimmermann aus Bungerhof ärgert sich über die Stadtverwaltung: „Es sind zwei nach der Baumschutzsatzung geschützte Eichen gefällt worden, deren Stammkern noch völlig in Ordnung war. Und zwar im Hauruckverfahren am Runden Tisch Baumschutz vorbei“. Nach der Fällung am 28. März am Heidkamp sei sichtbar gewesen, dass der größere der beiden Bäume gesund war.

Der Fachdienst Stadtgrün und Naturschutz weist die Vorwürfe zurück: Ein Gutachter habe die große Eiche als „absterbend“ eingestuft. „Zudem war Befall mit Lackporling erkennbar. Dieser Pilz verursacht als Schwächeparasit eine Weißfäule, die die Standsicherheit beeinträchtigt.“ Der Baum stehe seit Längerem unter Beobachtung durch eine externe Kontrolleurin, die eben diesen Vitalitätsabbau dokumentiert hat. Zudem wurde der Baum in der Vergangenheit um rund 20 bis 25 Prozent zurückgeschnitten um die Statik noch einige Jahre aufrecht zu erhalten. „Die Krone war nahezu abgestorben“, lautet die Erklärung zur zweiten gefällten Eiche. Als Ersatz sollen nun drei neue Bäume als Gruppe einen Platz finden.