Timo von den Berg neu im Amt Delmenhorster Jung leitet jetzt BEGU Lemwerder

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Neuer Leiter der BEGU Lemwerder ist Timo von den Berg (vorne). Er übernimmt die Aufgabe von Dieter Seidel, der seit 1991 federführend für die BEGU verantwortlich war. Foto: Marco JuliusNeuer Leiter der BEGU Lemwerder ist Timo von den Berg (vorne). Er übernimmt die Aufgabe von Dieter Seidel, der seit 1991 federführend für die BEGU verantwortlich war. Foto: Marco Julius

Delmenhorst/Lemwerder. Die Begegnungsstätte in Trägerschaft der Gemeinde Lemwerder hat einen neuen Leiter. Timo von den Berg, bekannt auch in der Delmenhorster Kulturszene, übernimmt den Posten von Dieter Seidel.

Ein Delmenhorster Jung ist neuer Leiter der BEGU Lemwerder. Sicher, Timo von den Berg lebt längst in Bremen. Aber wie heißt es so schön: Du kriegst den Jungen aus Delmenhorst, aber Delmenhorst nicht aus dem Jungen. Der 29-Jährige, an der Delme geboren und aufgewachsen, soll in Lemwerder den Generationenwechsel beschleunigen. Er beerbt Dieter Seidel, der seit Oktober 1991 das Gesicht der Begegnungsstätte ist. Bis Ende Juli bleibt der künftige Ruheständler Seidel, er arbeitet von den Berg, den er für eine ideale Besetzung hält, noch ein.

„Als ich die Stellenanzeige gelesen habe, in der ein Kultur-Allrounder gesucht wurde, da habe ich mir gedacht: diese Person möchte ich gern sein“, sagt von den Berg. Die BEGU kannte er natürlich bereits als Gast. „Das ist ein Kulturhaus, wie es auch Delmenhorst gebrauchen könnte“, sagt von den Berg. Gegen rund 40 Bewerber hat er sich durchgesetzt. Darunter auch viele Kandidaten, die bereits deutlich mehr Erfahrung im Metier mitgebracht hatten, sagt Lemwerders Bürgermeisterin Regina Neuke. Von den Berg solle jüngeres Publikum in die BEGU holen. Das Haus sei als Aushängeschild der Gemeinde zwar gut aufgestellt, aber von den Berg könne neue Sichtweisen einbringen. „Unterhaltung mit Haltung“, das war Seidel in den all den Jahren wichtig. „Man muss nicht jeden Quatsch mitmachen, um das Haus zu füllen“, sagt der 65-Jährige. Von den Berg kann das unterschreiben.

Haus nicht auf links drehen

Er will das Haus jetzt auch nicht auf links drehen. Er weiß, dass vieles funktioniert. Aber er ist auch ein kreativer Kopf, der Ideen mitbringt. In Delmenhorst hat er einst die Kleinkunstbewegung mit ins Leben gerufen, einen Zusammenschluss junger Kunstinteressierter und Kunstschaffender, die es gewagt haben, Delmenhorster Künstlern eine Bühne zu bieten und immer wieder bekannte Indie-Künstler in die Stadt zu holen. „Konzerte, Lesungen, Poetry Slams, wir haben einiges auf die Beine gestellt“, sagt von den Berg. Veranstaltungen, für die auch die BEGU stehen könne. „Ein Ort der Begegnung, der nicht nur kulturpädagogisch anleitet, sondern vor allem Raum bietet für Kommunikation, Integration und Alltagskultur in ihrer ganzen Vielfalt“, so steht es auf der Homepage der BEGU geschrieben. Von den Berg will seinen Beitrag dazu leisten, dass das auch in Zukunft so bleibt. Dass sein Vorgänger Seidel jetzt noch ein paar Monate im Boot ist, findet der neue Leiter ideal. „Davon kann ich nur profitieren.“ Für das Festival „Drachen über Lemwerder“, das über die BEGU organisiert wird und das in diesem Jahr seine 26. Auflage erlebt, wird Seidel ebenfalls noch zuständig sein. Ein letztes Mal, bevor von den Berg auch da komplett übernimmt.

Wahl-Bremer ist Fan des SV Atlas

In der Freiwilligenagentur und der Verwaltung der Stadt Achim hat von den Berg, der einen Bachelor- und zwei Master-Abschlüsse in der Tasche hat, beruflich Erfahrungen vor allem im Bereich des bürgerschaftlichen Engagements gesammelt. Ein Pluspunkt bei der Bewerbung. Dann ist er ins Ortsamt Mitte in Bremen gewechselt, bevor sich ihm die Chance in Lemwerder eröffnete.

„In der BEGU habe ich mich schon Zuhause gefühlt, bevor ich den Schlüssel fürs Haus bekomme habe“, sagt von den Berg. Zuhause fühlt sich der Wahl-Bremer aber auch immer noch in Delmenhorst. Am kommenden Samstag ist er wieder hier – im Stadion in Düsternort. Der bekennende Werder-Fan ist nämlich auch Anhänger des Oberligisten SV Atlas. „Fußball bringt immer wieder Menschen zusammen, Fußball ist Kultur“, sagt er. Als Kultur-Allrounder muss er es wissen.


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