Kundgebung Friedensforum Delmenhorst fordert Abrüstung

Von Marco Julius


Delmenhorst. Rund 80 Teilnehmer haben sich bei der Friedenskundgebung versammelt. Das Motto lautete „Abrüsten statt aufrüsten“.

Abrüsten statt aufrüsten – so hat eine der Forderungen gelautet: Rund 80 Friedensfreundinnen und Friedensfreunde haben am Ostersamstag an der Friedenskundgebung am ZOB teilgenommen, zu der das Friedensforum Delmenhorst eingeladen hatte. Im Geiste der bundesweiten Ostermarschbewegung riefen die Redner der Friedenskundgebung dazu auf, sich für Frieden und Abrüstung stark zu machen.

Kritik an NATO, USA und Bundesrepublik

Der Bremer Friedensaktivist Heinz Büscher sagte als Hautredner: „Abrüsten statt aufrüsten ist das Gebot der Stunde.“ Der NATO, den USA und der Bundesrepublik warf er eine imperialistische Politik bei einer „Neuordnung der Welt“ vor. Besonders die Politik gegenüber Russland kritisierte Büscher. „Geschichtsvergessenheit“ machte er aus. Er kritisierte zudem die hohen Etats für Militärausgaben im westlichen Bündnis.

Uwe Helfrich, Vorsitzenden des DGB-Stadtverbands Delmenhorst, machte ebenfalls eine „Kriegsvorbereitung gegen Russland“ aus. Bereits sei Anfang der 1960er Jahre setze sich die Friedensbewegung in Deutschland für Abrüstung ein. Der Ruf danach sei noch immer aktuell. „Der weltweite Einsatz der Bundeswehr ist abzulehnen“,betonte Helfrich.

Gegen die türkische Offensive

Yeliz Hess vom Türkischen Arbeiterverein ging in ihrer Rede auf den Stellenwert der Gleichberechtigung von Frauen für den Frieden ein. Mit deutlichen Worten kritisierte sie zudem den Angriff der türkischen Streitkräfte auf die Region Afrin im Norden von Syrien. „Der Krieg in Afrin hat nicht, wie behauptet wird, das Ziel, den Terror zu beenden und ist auch keine nationale Angelegenheit. Er dient einzig und allein dem Ziel, ein kurdisch verwaltetes Gebiet in Nordsyrien im Kein zu ersticken“, sagt Hess. Sie griff dabei auch die Bundesregierung an, die die Türkei mit Waffenexporten und Krediten unterstütze.


Die bisherige Gruppe „Gegen jeden Krieg“ hat sich erst vor wenigen Wochen in Friedensforum Delmenhorst umbenannt. Die Zusammensetzung der Gruppe ist jedoch gleich geblieben: Im Friedensforum zusammengeschlossen sind: DIDF Delmenhorst (Türkischer Arbeiterverein), DGB Delmenhorst, Breites Bündnis gegen Rechts, Die Linke Delmenhorst, SPD Delmenhorst, Jusos Delmenhorst, Linksjugend `solid, SV Baris, Dialogos und DKP Delmenhorst.