Kleine Klassik Harfenklänge entzücken zur Mittagszeit

Von Elena Dohrmann

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Zu Gast bei der „Kleinen Klassik“: Musikerin Martina Klüber mit Veranstalter Eckart Sohns. Foto: Elena DohrmannZu Gast bei der „Kleinen Klassik“: Musikerin Martina Klüber mit Veranstalter Eckart Sohns. Foto: Elena Dohrmann

eldo Delmenhorst. Traditionell an Karfreitag wurden im Gasthaus Schierenbeck zu einem Ostermenü Musik und Literatur präsentiert. Für die „Kleine Klassik“ hatte Eckart Sohns die Harfenistin Martina Klüber aus Hamburg gewonnen.

Wie gewohnt im edlen Frack, abgestimmt mit einer weißen Fliege, hat am Karfreitag Eckart Sohns bei seiner „Kleinen Klassik“ bedeutende Werke der Weltliteratur rezitiert. Mehr als 100 Gäste fanden sich im Saal des Gasthofes Schierenbeck in Heidkrug ein, um sich die jährliche Karfreitagsaufführung nicht entgehen zu lassen. Passend zu dem Motto „Schönheit, Scharfsinn, Leichtigkeit“ präsentierte Sohns ausgewählte Erzählungen und Gedichte von weltbekannten Autoren wie Christian Morgenstern, Gotthold Ephraim Lessing und Joachim Ringelnatz. In diesem Jahr konnte er wohlklingende musikalische Unterstützung aus Hamburg für seine Vorstellung gewinnen: Martina Klüber, Harfenistin und Instrumentallehrerin, rundete das literarische Programm gekonnt mit ihrem Spiel an diesem überraschend vielseitigen Saiteninstrument ab.

Musik und Literatur greifen ineinander

Nach jedem Gedicht, das Eckart Sohns dank seiner humorvollen Art gekonnt und unterhaltsam präsentierte, folgte eine dazu passende musikalische Einlage von Martina Klüber. Mit ihrem professionell anmutenden Handspiel an dem riesigen Instrument ließ die Musikerin harmonische Melodien erklingen. Dabei interpretierte sie gekonnt bekannte Stücke von Georg Friedrich Händel, Yiruma und Marcel Tounier. Eckart Sohns hatte Martina Klüber auf einem Musikfestival in Hessen kennengelernt und lud sie daraufhin nach Delmenhorst ein, um an der 52. Ausgabe seiner „Kleinen Klassik“ mitzuwirken. Die Musikerin tritt regelmäßig in Kirchen und Orchestern mit ihrem Saiteninstrument auf.

Kulturelle Mischung begeistert Zuschauer

Mit der kurzweiligen Mischung verschiedener Werke verstand es Eckart Sohns, seinem Publikum eine genüssliche Mittagszeit zu bereiten. Auch als das leicht anfällige Saiteninstrument wenige Minuten neu gestimmt werden musste, da es sich durch die warme Temperatur im Saal verstimmt hatte, konnte Sohns das Publikum bei Laune halten. Mit seiner Präsentation der „Kurzen Suppenkunde“ von Eugen Roth leitete er in die kulinarische Pause ein. Insgesamt 13 Ausschnitte verschiedenster Autoren stellte Sohns vor, umrahmt von 11 Musikstücken an der Harfe. Die „Kleine Klassik“ wird zweimal jährlich veranstaltet, die nächste Ausgabe wird am dritten Advent stattfinden.


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