Gewerbeimmobilien in Delmenhorst Ladenkataster soll in der City den Leerstand mindern

Von Frederik Grabbe

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Geschäft mit 277 Quadratmetern Mietfläche: Einer von zwei Tedi-Läden in der City hat seinen Abschied angekündigt. Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, führt das Ladenkataster auch solche Gewerbeobjekte auf. Foto: Frederik GrabbeGeschäft mit 277 Quadratmetern Mietfläche: Einer von zwei Tedi-Läden in der City hat seinen Abschied angekündigt. Um einen nahtlosen Übergang zu gewährleisten, führt das Ladenkataster auch solche Gewerbeobjekte auf. Foto: Frederik Grabbe

fredDelmenhorst. Die Delmenhorster Wirtschaftsförderung (dwfg) hat ein neues Ladenflächenkataster aufgelegt. Unter anderem soll es dabei helfen, den Leerstand in der City zu bekämpfen.

Das Delmenhorster Gewerbeflächenkataster erhält Zuwachs: Von nun an zeigt es auch leer stehende Geschäfte im Stadtgebiet, die angemietet oder gekauft werden können. Drei der elf Einträge, die auf der Internetseite der Delmenhorster Wirtschaftsförderungsgeselleschaft (dwfg) aufgeführt werden, sind aktuell für den Innenstadtbereich zu verorten, auf die ein besonderes Augenmerk liegt.

dwfg baut das Angebot gerade auf

Für alle Beteiligten ist klar: Die Liste dieser Gewerbeimmobilien darf gerne länger werden. „Wir befinden uns im Moment der Akquise. Wir gehen immer wieder auf Eigentümer zu, um sie dazu zu bewegen, ihre Objekte bei uns einzustellen und so auch die Innenstadt zu beleben“, sagt dwfg-Geschäftsführer Axel Langnau. 13 Leerstände zähle die City derzeit insgesamt. Zwei Ladenlokale konnten seit dem inoffiziellen Start des Angebots Ende Januar schon vermietet werden. Wie Eyke Swarovsky, Kommunikationsmanager der dwfg, beschreibt, gibt ein kurzes Exposé Auskunft über das jeweilige Gewerbeobjekt. Weil viele Eigentümer nicht in der Lage seien, selber solche professionellen Exposés zu erstellen, greife hier die dwfg unter die Arme – und das unentgeltlich. Auch Makler oder Banken könnten ihre Objekte auf der Seite der Wirtschaftsförderung anbieten.

Wirtschaft und Handel stärken

So gut es geht unterstützen, ohne aber als Makler aufzutreten – das ist auch das Ansinnen des größeren Bruders des Ladenkatasters, dem Gewerbeflächenkataster, das im November vorgestellt worden ist. Das große Ganze hinter den zwei Angeboten ist eindeutig: Die Wirtschaft sowie der Handel sollen gestärkt werden – und Arbeitsplätze bringen. „Ich sehe Delmenhorst auf einen guten Weg“, konstatiert Langnau, „zuletzt waren rund 20.500 Menschen in der Stadt sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das ist der zweithöchste jemals gemessene Wert“.

Appell für mehr Gewerbeflächen

Appellieren für mehr Gewerbeflächen im Stadtgebiet: Axel Langnau, Geschäftsführer der dwfg, und Hans-Ulrich Salmen, Vorsitzender der örtlichen Wirtschaft. Archivfoto: Frederik Grabbe

Die Wirtschaft brummt also, und dieser Trend soll anhalten. Allerdings gibt es Langnaus Angaben nach in der Stadt nur wenige bebaubare Gewerbeflächen. Allein im GUT Langenwisch gebe es derzeit 20.000 Quadratmeter Platz – allerdings verstreut in Teilflächen. Darum appelliert Hans-Ulrich Salmen, der Vorsitzende des Fördervereins der örtlichen Wirtschaft, der das Kataster anteilig finanziert hat, an die Politik, mehr Gewerbeflächen im Stadtgebiet zu schaffen: „Wir brauchen dringend eine strategische Gewerbeflächenausweisung für Delmenhorst“.


Das Ladenkataster ist unter www.dwfg.de im Bereich „Grundstücke & Immobilien“ aufrufbar. Ansprechpartner ist Eduard Ruppel, erreichbar unter Telefon (04221) 991181 oder per E-Mail eduard.ruppel@dwfg.de.

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