Teilnehmerinnen werden künstlerisch tätig VHS-Projekt führt kreativ an den Arbeitsmarkt heran

Von Elena Dohrmann

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Projektcoach Laura Makulik, Teilnehmerinnen Tamara Radtke, Beatrix Stelljes und Ingrid Radensleben mit Miriam Steinmeier vom Jobcenter Delmenhorst, Elke Beecken von der VHS und Künstler Jürgen Knapp (von links) präsentieren den bunt bemalten Pflanzkasten. Projektcoach Laura Makulik, Teilnehmerinnen Tamara Radtke, Beatrix Stelljes und Ingrid Radensleben mit Miriam Steinmeier vom Jobcenter Delmenhorst, Elke Beecken von der VHS und Künstler Jürgen Knapp (von links) präsentieren den bunt bemalten Pflanzkasten. 

Delmenhorst. Frauen aus Delmenhorst können im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit künstlerische Objekte aus Mosaik anfertigen. Neben der Kreativität erlernen sie wertvolle Kenntnisse für den Arbeitsmarkt. 

Unter dem Projekttitel „Mosaik, Ton und Holz“ wird geklebt, gestaltet und nebenbei Teamfähigkeit erlernt. Bereits zum zweiten Mal findet das Frauenprojekt des Jobcenters Delmenhorst in Kooperation mit der Volkshochschule statt. Dabei gestaltet der Künstler Jürgen Knapp in seinem Atelier zusammen mit zehn Teilnehmerinnen über einen Zeitraum von neun Monaten individell gefertigte Kunstobjekte an. Dabei werden, wie der Projekttitel schon verrät, Materialien wie Mosaik, Ton und Holz verarbeitet. Unter der Aufsicht des Diplomdesigners, der seit 2005 Kreativprojekte in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule leitet, werden in Handarbeit Kugeln und Steine beklebt oder Mosaikbilder angefertigt. Es geht jedoch nicht alleine um das Ergebnis des Kreativprozesses, sondern auch um zwischenmenschliche Begegnung. „Die Frauen sollen einen geschützten Raum finden, in dem sie kreativ sein können und der einen Austausch mit den anderen Teilnehmerinnen ermöglicht“, erklärt Jürgen Knapp. 

Beteiligte an den Arbeitsmarkt heranführen

Eine direkte Arbeitsaufnahme nach Beendigung des Projektes sei nicht das Ziel, betont Miriam Steinmeier, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt. Vielmehr solle erst einmal ein geregelter Tagesablauf und grundlegende Arbeitsbedingungen erlernt werden: „Die Teilnehmer müssen sich untereinander absprechen, die Aufgaben verteilen und Kompromisse eingehen“. Die Projektarbeit findet in Form einer Teilzeitbeschäftigung statt, 20 Stunden arbeiten die zehn Frauen pro Woche und erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung. Für die Beteiligung am Projekt sind keine Vorkenntnisse nötig, ebenso besteht keine Altersbegrenzung. Da mehr interessierte Kandidaten als Plätze bestehen, erfolgt die Auswahl der Teilnehmer durch Vermittler des Jobcenters. Die individuellen Kunstobjekte, wie eine Vogeltränke oder bunt bemalte Pflanzkästen, werden an gemeinnützige Institutionen wie die Tagesstätte der AWO oder das Nachbarschaftsbüro gespendet. 


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