Seltene Ouvertüren im Kleinen Haus Städtisches Orchester Delmenhorst löst Beifallsstürme aus

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Umjubelter Auftritt: Das Städtische Orchester Delmenhorst begeisterte im Kleinen Haus. Foto: Melanie HohmannUmjubelter Auftritt: Das Städtische Orchester Delmenhorst begeisterte im Kleinen Haus. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Mit seinem zweiten Konzert hat das Städtische Orchester Delmenhorst im Kleinen Haus vollends überzeugt. Ein 15-jähriger Geigensolist setzte ein besonderes Ausrufezeichen.

Es hat erst sein zweites Konzert gegeben, und doch ist das Städtische Orchester Delmenhorst aus dem Kulturleben der Stadt nicht mehr wegzudenken. Am Sonntagabend hat der mit hoch qualifizierten jungen Musikern aus ganz Deutschland besetzte Klangkörper einen großartigen Auftritt im Kleinen Haus hingelegt. 572 Zuschauer im voll besetzten Saal feierten die Darbietungen des Orchesters unter der Leitung von Adrian Rusnak stürmisch.

Vom gewohnten Konzertschema abgewichen

Ein Programm hauptsächlich mit Opern- und Konzert-Ouvertüren – Orchesterchef Michael Müller, der mit gewohnt launig-geistreichen Moderationen durch den Abend führte, wollte nach eigenen Worten bewusst vom klassischen Konzertschema abweichen. „Unerhörtes“, so Müller, bekamen die Zuhörer geboten, in Gestalt von heute selten oder nie gespielten Kompositionen.

Nach dem schwungvollen Auftakt mit Antonín Dvoráks „Karneval“-Ouvertüre (op. 92) bildete Gaëtano Donizetti mit Auszügen aus den komischen Opern „Die Regimentstochter“ und „Don Pasquale“ den Schwerpunkt des Programms – hinreißend nicht zuletzt ein Duett, in dem Michael Müller den Gegenpart zu Bariton Clemens Gnad übernahm.

15-jähriger Solist begeistert

Einen besonderen Höhepunkt lieferte Solist Jakow Pavlenko an der Violine. Mit der virtuos intonierten „Carmen-Fantasie“ von Franz Waxman zu Bizets Oper riss der 15-Jährige das Publikum zu frenetischem Beifall hin. Und auch die Ouvertüre zur Bernstein-Oper „Candide“, laut Müller eines der am schwierigsten zu spielenden Orchesterstücke, begeisterte die Zuhörer. Nach dem nicht enden wollenden Schlussapplaus lieferte das Städtische Orchester mit Dmitri Schostakowitschs Tanz Nr. 1 noch einen „Rausschmeißer“.

Wer das Städtische Orchester Delmenhorst möglichst bald wieder hören möchte, sollte am 22. April nach Bremerhaven fahren: Dort führt das neue musikalische Aushängeschild der Stadt Paul McCartneys „Liverpool Oratorium“ auf.


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