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25.03.2018, 17:15 Uhr KOMMENTAR

Fliesen kaputt: Imageträger nicht das Wasser abgraben

Kommentar von Michael Korn

In der Delmenhorster Grafttherme stehen schon wieder Sanierungsarbeiten an. Foto: Michael KornIn der Delmenhorster Grafttherme stehen schon wieder Sanierungsarbeiten an. Foto: Michael Korn

Delmenhorst. Erneut sind großflächig Fliesen in der Delmenhorster Grafttherme kaputt. Zweifel am Aushängeschild der Stadt sind aber trotzdem nicht angebracht. Ein Kommentar.

In der Ratspolitik gab es im Zuge der Krankenhaus- und damit verbunden Haushaltskrise vermehrt kritische Stimmen über die Finanzierung der Grafttherme. Sie hängt am Tropf der Stadt, mithin der Steuerzahler. Fragen kamen auf, ob die Stadt sich einen Badetempel als millionenteuren Subventionsbetrieb in schweren JHD-Zeiten auf Dauer überhaupt leisten kann. Die Antwort kann nur lauten: Ja! Die Grafttherme ist ein absolutes Aushängeschild und Alleinstellungsmerkmal für Delmenhorst. Hier zu sparen oder gar den Geldhahn zuzudrehen, hieße, einem zentralen Freizeitangebot und vor allem einem wichtigen Imageträger das Wasser abzugraben. An dieser Leuchtturmposition ändert auch der erneute Schadensfall im Sportbereich nichts. Vielmehr müsste es Aufgabe sein, die regionale Anziehungskraft der Therme für ein besseres Standortmarketing zu nutzen. Es wäre doch von Vorteil für die City, mehr verbindende Elemente zwischen Badbetrieb und innerstädtischem Einzelhandel und Gastronomie hinzubekommen!


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