Lego- und Playmobilbörse in Delmenhorst Grundrauschen der Glückseligkeit

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Lasse (8) Rummler mit Mutter Vivien Rummler aus Bookholzberg sucht nach geeigneten Bauteilen für seine Lego-Stadt. Foto: Frederik GrabbeLasse (8) Rummler mit Mutter Vivien Rummler aus Bookholzberg sucht nach geeigneten Bauteilen für seine Lego-Stadt. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. Immer, wenn in der Markthalle die Lego- und Playmobil-Börse über die Bühne geht, kommt auch bei Erwachsenen das innere Kind zum Vorschein. Einige gehen planvoll vor, andere handeln nach Instinkt, und wieder andere „gärtnern“, um genug Bausteine für den Winter zu haben.

Immer, wenn man in der Delmenhorster Markthalle ein helles, leicht rumpeliges Grundrauschen vernimmt, ist das ein klares Zeichen für die Lego- und Playmobil-Börse. In ihrer 12. Auflage ist dieses Rauschen, das entsteht, wenn Lego-Fans mit ihren Händen Boxen mit abertausenden Plastiksteinchen durchwühlen, längst zu einem vertrauten Geräusch geworden. Am Samstag war mal wieder soweit: Der Spieltrieb konnte wieder einmal ordentlich ausgelebt werden.

Instinktsammler sucht Teile für seine Fähre

Lasse Rummler aus Bookholzberg war so einer, der mit seinen Händen auf Tauchgang ging. Der Achtjährige suchte Zubehör für seine Lego-Stadt, die derzeit im heimischen Wintergarten entsteht – und dort die Hälfte der Fläche einnimmt. „Ich suche Steine für meine selbst gebaute Fähre“, sagte Lasse. Züge, Häuser und viele andere Dinge, die eine Stadt eben so hat, stehen da bereits. Dabei war Lasse am Samstag eher der Instinktsammler, und griff nach Teilchen, die er meint, gut unterbringen zu können, wie Mutter Vivien beschrieb.

„Kindheitstraum geht in Erfüllung“

Dass dieser Spieltrieb nicht nur achtjährige Jungen erfasst, war offensichtlich. Martin Alex, 48, aus Ritterhude wühlte nach Bausteinen für seine Legowelt, die er sich daheim im eigenen Zimmer erschaffen hat. „Die sieht ein wenig aus wie Lummerland“, sagte Alex beinahe glückselig, als er gerade dicke graue Teile für die Berge und kleine rosa Steinchen für die Fliesen von Plätzen zusammensuchte. „Für mich geht mit dem Legoland ein Kindheitstraum in Erfüllung.“ Alex, der eine Frau hat, die sein Hobby unterstützt, „und auch mal Steinchen sortiert, die ich so mitbringe“, baut im Winter an seinem Legoland, den Rest des Jahres „gärtnert“ er. So nennt er das, wenn er auf Legobörsen wie in der Markthalle seine Einzelteile zusammensucht.

500 Besucher in der Markthalle

Dass das auch anders geht, kennt man bereits von der Börse. Andere eingefleischte Lego-Fans beispielsweise gingen mit präzise erstellten Listen über die benötigten Einzelbauteile durch die mit Spielzeug gesäumten Reihen.

Trecker, Bagger, Lastwagen: Das Lego-Universum ist schier unerschöpflich. Foto: Frederik Grabbe

500 Besucher füllten am Samstag über den Tag verteilt die Markthalle, sagte Veranstalter Matthias Grebe. Er freute ich auch, wie gewohnt viele Besucher aus dem Umland in die Delmenhorster Innenstadt – in nächster Nachbarschaft zum Markt – zu locken, und so gleich ein positives Bild der City zu vermitteln.


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