Integrationsassistentinnen „Schlüsselpersonen“ helfen in Delmenhorst bei Integration

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Setzen sich für Integration in Delmenhorst ein (v.li.): Rona Blohm (neue Koordinatorin für den Bereich Integrationsarbeit der Awo), Larissa Alasmar (Koordinatorin der Awo-Integrationsassistentinnen), Lutz Gottwald (Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Stadt) sowie die Integrationsassistentinnen Zhara Mohammad Ali, Nura El-Syaed und Marina Litvinova. Foto: Marco JuliusSetzen sich für Integration in Delmenhorst ein (v.li.): Rona Blohm (neue Koordinatorin für den Bereich Integrationsarbeit der Awo), Larissa Alasmar (Koordinatorin der Awo-Integrationsassistentinnen), Lutz Gottwald (Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Stadt) sowie die Integrationsassistentinnen Zhara Mohammad Ali, Nura El-Syaed und Marina Litvinova. Foto: Marco Julius

Delmenhorst. Das Projekt Integrationsassistentinnen in Trägerschaft der Stadt Delmenhorst zeigt erste Erfolge. Ein erster Zwischenbericht macht jetzt deutlich, wie groß der Bedarf ist.

Sie begleiten zugewanderte Menschen bei Gängen zu Behörden, zu Schulen oder Ärzten, sie bieten im direkten Kontakt Hilfe an und vermitteln zu Beratungsstellen, Bildungsträgern und weiteren Einrichtungen: Die insgesamt sechs Integrationsassistentinnen, die als „Schlüsselpersonen“ Integrationsarbeit leisten, sind zudem ein „echter Glücksfall“, wie Lutz Gottwald von der Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe der Stadt betont.

Viele Sprachen im Angebot

Die Stadt hat in enger Kooperation mit der Awo das Projekt Integrationsassistentinnen am 1. Juli 2017 begonnen, ein zweites, inhaltlich gleiches, ist am 1. Dezember 2017 gestartet.

„Wir decken viele Sprachen ab“, sagt Larissa Alasmar, die Koordinatorin der Integrationsassistentinnen. Russisch, Bulgarisch, Dari und Arabisch gehören dazu. Die „Schlüsselpersonen“ helfen zugewanderten Menschen, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, weisen auf bestehende Angebote hin und bieten Hilfe zur Selbsthilfe. „Das Projekt hat bereits jetzt eine große Bedeutung für die Stadt und das Miteinander“, sagt Gottwald und führt aus: „Es wurde ein wirksames Instrument geschaffen, um Integrationshemmnisse im Einzelfall und mit geeigneten sprach- und interkulturell-kompetenten Frauen aus den Communities zu überwinden.“

Isolation und Ghettoisierung entgegenwirken

Durch die aufsuchende Sozialarbeit erreiche man oftmals zugewanderte Frauen, die die verschiedenen Angebote und Institutionen nicht kennen oder deren Zugänge nicht genutzt werden. „Die Verweisberatungen und Begleitungen wirken Isolation und Ghettoisierung entgegen“, betont Gottwald.

Die erste Zwischenbilanz belegt anhand von Zahlen, dass besonders viele Fragen rund um die Themen Gesundheit, soziale Leistungen und Alltagsorientierung kreisen. In den ersten sechs Monaten des Projektes stellten die Integrationsassistentinnen 206 Erstkontakte her und haben fast 1400 Verweisberatungen für Einzelpersonen und Familien vorgenommen. „Das zeigt den Bedarf“, sagt Gottwald.


Träger des Projekts Integrationsassistentinnen ist die Stadt Delmenhorst, koordinierend und ausführend ist die Arbeiterwohlfahrt (Awo) aktiv. Weitere Kooperationspartner des Projektes sind das Diakonische Werk Delmenhorst/Oldenburg-Land und der Verein Integrationslotsenteam Delmenhorst und Umgebung. Finanzielle Unterstützung leistet das Land Niedersachsen mit Fördermitteln. Larissa Alasmar, Koordinatorin des Projektes, ist wochentags von 8 bis 16 Uhr in der Fröbelschule, Fröbelstraße 1, Raum 7, anzutreffen.

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