Hauptversammlung Schulte Strathaus Vorsitzender des Kulturkreises Delmenhorst

Von Paul Wilhelm Glöckner

Eckhart Sohns hat sein Amt als Vorsitzender des Kulturkreises Delmenhorst zur Verfügung gestellt. Sein Nachfolger Dirk Schulte-Strathaus gewählt. Archivfoto: Mareike BaderEckhart Sohns hat sein Amt als Vorsitzender des Kulturkreises Delmenhorst zur Verfügung gestellt. Sein Nachfolger Dirk Schulte-Strathaus gewählt. Archivfoto: Mareike Bader

Delmenhorst. Eckart Sohns hat sein Amt als Vorsitzender des Kulturkreises Delmenhorst zur Verfügung gestellt. Sein Nachfolger wurde einstimmig gewählt.

Dirk Schulte Strathaus ist der neue Vorsitzende des Kulturkreises Delmenhorst. Er löst Eckart Sohns ab, der während der Jahreshauptversammlung am Mittwoch in den Räumen der Awo an der Lahusenstraße aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niederlegte. Dem einstimmig gewählten neuen Mann an der Spitze stehen künftig Gerhard Heinemann als Pressewart und Anika Schmidt (Öffentlichkeitsarbeit) zur Seite, während die übrigen Vorstandsmitglieder und Beiräte turnusmäßig noch ein Jahr im Amt bleiben.

Rückblick auf erfolgreiche Aktion

Im Rückblick auf die Aktivitäten des Kreises im vergangenen Jahr hoben Sohns und dessen Stellvertreterin Christiane Heinemann die Kunstaktion „10x10 Fördern im Quadrat“ hervor. Unterstützt durch regionale Künstler hatten Schüler aus vier Förderschulen 954 kleinflächige Bilder gemalt und verkauft und dafür am Ende pro Schule 1500 Euro eingestrichen. Gelobt wurden auch die Aktivitäten von Julia Vogel mit ihrer Craftschöpferey und Hans Meyerholz, der Schöpfer des Jahresplakates 2017.

Im laufenden Jahr, betonte Heinemann, gelte es einen neuen festen Sitz für den Verein zu finden, weil das Haus Berger bald nicht mehr zur Verfügung stehe. „Es ist schwierig, aber wir lassen nicht locker!“

Ebenfalls werde man im Herbst wieder zur „NordArt“ in Büdelsdorf bei Rendsburg fahren, ein Ausstellungsort, der sich hinter Kassel und seiner Documenta nicht zu verstecken brauche. Unter dem Motto „get together“ werden ferner eigene Aktivitäten mit anderen Kulturinstitutionen wie dem Haus Müller in Ganderkesee, Frau und Kultur sowie der Awo vernetzt, um eine breitere Außenwirkung zu erreichen. Und in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Jünemann, so Anika Schmidt, werde man sich im Herbst am bundesweiten Vorlese-Wettbewerb beteiligen und anstreben, hierbei den Titel „Vorlesestadt des Jahres“ zu erringen. Zu einer Anschubveranstaltung am 25. Mai, 16 Uhr, in der Stadtbibliothek, sind alle daran Interessierten eingeladen.

Früherer Stadtarchivar referiert

In einem Vortrag über das kulturellen Leben in Delmenhorst ließ der frühere Stadtarchivar Werner Garbas die Entwicklung der vergangenen 100 Jahre Revue passieren. Seit 1905 habe der Goethebund mit Vortragsveranstaltungen, Autorenlesungen Ausstellungen, Konzerten und Theateraufführungen dabei lange eine bedeutsame Rolle gespielt. 1949 mit dem Bachverein und dem Heimatverein zur „Delmenhorster Kulturgemeinschaft“ verschmolzen, hätten aber die Hinwendung der Stadtverwaltung zur Konzert-und Theaterdirektion nach der Einweihung des Kleinen Hauses das Ende eingeläutet.

Ferner habe die Ärztefamilie Coburg, die aus ihrem Anwesen an der Fischstraße entstandene Städtische Galerie mit Dr. Hans Stephan und Barbara Alms erhebliche Akzente gesetzt, was auch für das Norddeutsche Museum für Industriekultur gelte.