Verkehrsunfallstatistik 2017 Zahl der Unfälle im Landkreis Oldenburg steigt

Von Marco Julius

Bei einem Unfall im Jahr 2017 ist der Bürgerbus in Stenum schwer beschädigt worden. Foto: NonstopnewsBei einem Unfall im Jahr 2017 ist der Bürgerbus in Stenum schwer beschädigt worden. Foto: Nonstopnews

Auf den Straßen im Landkreis Oldenburg sind im Jahr 2017 sieben Menschen bei Unfällen zu Tode gekommen. Die Polizei setzt weiter darauf, schwere Unfallfolgen zu reduzieren.

Sieben Menschen sind im Jahr 2017 bei Verkehrsunfällen im Landkreis Oldenburg getötet worden. Im Jahr 2016 waren es zehn. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Landkreis stieg im Jahr 2017 erneut an (von 2967 auf 3062), wenn auch leichter als im Jahr davor. Eine Zunahme war auch bei den Personenschäden insgesamt (444/ Vorjahr: 425) zu verzeichnen. Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik hervor, die jetzt von der hiesigen Polizeiinspektion vorgelegt wurde.

Dass die Zahl der schwer verletzten oder gar getöteten Unfallopfer hingegen deutlich abnahm, verbucht die Polizei als Erfolg. „Damit konnte das Ziel der polizeilichen Verkehrsüberwachung, nämlich die Reduzierung der schweren Unfallfolgen, erneut erreicht werden. Dieses Ziel wird die Polizei im Landkreis Oldenburg unvermindert weiterverfolgen“, heißt es im Bericht.

Ein Kind tödlich verletzt

Ein Kind wurde bei einem Verkehrsunfall im Landkreis Oldenburg tödlich verletzt, außerdem waren sechs schwer verletzte Kinder zu beklagen. Das bedeutet eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

Wie im Vorjahr wurden 2017 im Landkreis ein Motorradfahrer tödlich sowie 21 weitere motorisierte Zweiradfahrer schwer verletzt. Zu einem tödlichen Unfall kam es im Oktober, als der Fahrer eines landwirtschaftlichen Zuges in der Gemeinde Dötlingen nach links abbog und dabei einen entgegen kommenden Motorradfahrer übersah.

Die Zahl der Senioren, die bei einem Verkehrsunfall in 2017 schwerste Unfallfolgen erlitten haben, hat erneut deutlich abgenommen. In diesem Jahr wurde nur eine Person tödlich verletzt. Es handelte sich dabei um eine 76-jährige Pedelec-Fahrerin, die im Juni in Groß Ippener unter einen Sattelzug geriet.

Im Mai 2017 kam ein 18-jähriger Autofahrer mit seinem Wagen bei Bookholzberg von der Fahrbahn ab und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen mehrere Bäume. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen. Die Anzahl der schwer verletzten „jungen

Wildunfallzahlen auf hohem Niveau

Fahrer“ blieb in etwa auf dem Niveau der Vorjahre.

Erneut gesunken ist in 2017 die Zahl der bei Verkehrsunfällen schwer verletzten beziehungsweise getöteten Fahrrad- und Pedelec-Fahrer (17 statt 19). In 5,3 Prozent der Fälle sind Fahrrad- oder Pedelec-Fahrer in 2017 an Verkehrsunfällen beteiligt.

Die Wildunfallzahlen haben 2017 fast das hohe Niveau des Vorjahres (855/866) erreicht. 87 Verkehrsunfälle zählten im Jahr 2017 zu den sogenannten Baumunfällen (2016: 74).

Auf den Teilen der Autobahnen 1, 28 und 29, die zum Landkreis Oldenburg gehören, haben sich die Verhältnisse 2017 normalisiert, nachdem es 2016 aufgrund von Bauarbeiten zwischen der Rastanlage Wildeshausen und Groß Ippener viele Unfälle gab. Insgesamt gab es auf den Teilabschnitten der Autobahnen 523 (Vorjahr: 618) Unfälle. 32 Unfallbeteiligte wurden schwer verletzt (Vorjahr: 25).

Für den Bereich der A29 wurde deutlich, dass die steigende Verkehrsbelastung und die auch hier erforderlichen Reparaturarbeiten an der Fahrbahndecke mit einstreifigen Verkehrsführungen die Unfallzahlen stetig steigen lassen. Einer Steigerung von 34 Unfällen aus dem Vorjahr folgte nun ein erneuter Anstieg um 21 Verkehrsunfälle auf insgesamt 154.