Verkehrsunfallstatistik 2017 Mehr Unfälle in Delmenhorst, aber weniger Verletzte

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Im Stadtgebiet von Delmenhorst sind im Vergleich zum Jahr 2016 im vergangenen Jahr 23 Unfälle mehr polizeilich aufgenommen worden. Archivfoto: Kai HasseIm Stadtgebiet von Delmenhorst sind im Vergleich zum Jahr 2016 im vergangenen Jahr 23 Unfälle mehr polizeilich aufgenommen worden. Archivfoto: Kai Hasse

Delmenhorst. Im Stadtgebiet von Delmenhorst sind im Vergleich zum Jahr 2016 im vergangenen Jahr 23 Unfälle mehr polizeilich aufgenommen worden. Die aktuelle Verkehrsunfallstatistik der hiesigen Polizeiinspektion, die jetzt vorliegt, macht zudem deutlich, dass „dem Stadtgebiet tödlich verlaufene Verkehrsunfälle erspart geblieben sind“.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2017 liegt bei 1499 (Vorjahr: 1476). 40 Verkehrsteilnehmer sind bei den Unfällen schwer verletzt worden, das sind neun weniger als im Jahr 2016. Bei insgesamt 280 (308) Unfällen kamen Verkehrsteilnehmer zu Schaden.

„Die Zahl der bei einem Unfall schwer verletzten Kinder ist von acht auf erfreulicherweise nur noch ein Kind in 2017 gesunken“, teilt die Polizei mit. Mit acht schwer verletzten Senioren ging deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahr (15) trotz insgesamt gestiegener Unfallzahlen deutlich zurück. Die Anzahl der schwerverletzten jungen Fahrer blieb mit sieben Verkehrsteilnehmern gleich.

Zahl der Verkehrsunfallfluchten steigt kontinuierlich an

In 12,1 Prozent der Fälle sind Fahrrad- und Pedelec-Fahrer in 2017 an Verkehrsunfällen beteiligt gewesen. „Sie gelten neben den Fußgängern als schwächstes Glied im Straßenverkehr, was insbesondere im innerörtlichen Bereich immer wieder deutlich wird“, betont die Polizei. 182 Fahrrad- oder Pedelecfahrer waren 2017 in Unfälle verwickelt (Vorjahr: 158), 18 verletzten sich schwer ((14).

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten steigt kontinuierlich an und hat 2017 mit 1637 einen neuen Höchststand erreicht. „Vielen Unfallflüchtigen scheint nicht bewusst zu sein, dass ihnen erhebliche strafrechtliche Konsequenzen bis hin zum Fahrerlaubnisentzug drohen, wenn sie nach einem an sich harmlosen Parkplatzrempler einfach davonfahren“, betont die Polizei. Außerdem müssten sie damit rechnen, dass ihre Vollkaskoversicherung, wenn vorhanden, nicht zahlt und dass die Kfz-Haftpflicht, die für den Schaden des Unfallgegners aufkommt, sie in Regress nimmt.


Schwerpunkt ist aus polizeilicher Sicht weiterhin die Reduzierung der schweren Unfallfolgen. Prävention und Aufklärung gehören ebenso zum Programm der Polizei wie Kontrollen. Geschwindigkeitsmessungen, Alkoholkontrollen und Ahndung von Handyverstößen nennt die Polizei unter anderem. Für die gesamte Polizeiinspektion gilt laut Polizei: Bei steigenden Zulassungszahlen und steigender Gesamtzahl der Verkehrsunfälle konnte die Anzahl der Unfälle mit schwerer Folge nicht nur in Grenzen gehalten, sondern sogar reduziert werden.

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