Interaktive Schau mit lokalem Beitrag Europa-Austellung im Fabrikmuseum Delmenhorst eröffnet

Von Bettina Dogs-Prößler

Was bedeuten Heimat und Europa für dich, will Renate Heitmann von der Shakespeare-Company Bremen (Mitte) von der Delmenhorsterin Angelika Dürer (links) wissen. Die Antworten bringt Laszlo Monse zeitgleich künstlerisch zu Papier. Foto: Bettina DogsWas bedeuten Heimat und Europa für dich, will Renate Heitmann von der Shakespeare-Company Bremen (Mitte) von der Delmenhorsterin Angelika Dürer (links) wissen. Die Antworten bringt Laszlo Monse zeitgleich künstlerisch zu Papier. Foto: Bettina Dogs

Delmenhorst. Beispiele von Kulturbegegnungen zeigt eine interkulturelle Sonderausstellung im Norddeutschen Museum für Industriekultur. Sie ist das Ergebnis der Projektreihe „Sehnsucht Europa“.

Es geht um Heimat. Und um Europa. Und darum, was das alles eigentlich bedeutet. Wer wir sind und woher wir kommen. Und was sich eigentlich diejenigen wünschen, die hier bei uns auf ein besseres Leben hoffen. Fragen, auf die die Sonderausstellung „Zusammenfinden – Beispiele für Kulturbegegnungen“, die gestern Vormittag im Nordwestdeutschen Museum für Industriekultur feierlich eröffnet wurde, aktuell versucht eine Antwort zu geben.

Mit anderen Kulturen ins Gespräch kommen

„Schon vor der großen Flüchtlingsbewegung haben wir uns mit der Frage beschäftigt, wie wir mit den anderen Kulturen, die hier leben, tiefgehender ins Gespräch kommen können“, sagte Dr. Michael Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, in seiner Begrüßungsrede. „Und wie wir es schaffen, gemeinsam friedlich miteinander zu leben.“ Und so ist die Sonderausstellung „Zusammenfinden – Beispiele für Kulturbegegnungen“ vor allem das Ergebnis einer Projektreihe, in der sich unterschiedliche Institutionen künstlerisch und historisch damit beschäftigen, wie ein friedliches Zusammenleben in Europa künftig funktionieren kann.

Maxe-Schüler leisten Beitrag

Einen Anteil an der Ausstellung, die noch bis zum 20. Mai in Delmenhorst zu sehen sein wird, hat auch das Nordwestdeutsche Museum für Industriekultur. Unter dem Titel „Weggehen und Ankommen“ hat es einen Erfahrungsaustausch von Jugendlichen und Zeitzeugen initiiert, bei dem Schüler des Max-Planck-Gymnasiums der Frage nachgegangen sind, wann man sich willkommen fühlt, ob es Unterschiede zu früher und heute in der Willkommenskultur gibt und was bei der Integration von Geflüchteten und Zuwanderern besser gemacht werden kann.

Fotos, Videos und interaktive Zeichnungen

Präsentiert werden die Arbeiten als Fotos, Gesprächsmitschnitte, Videosequenzen oder interaktive Zeichnungen, die aus spontanen Interviewbegegnungen entstanden sind. Unterstützt wird das Projekt maßgeblich von der Oldenburgischen Landschaft, der Metropolregion Nordwest sowie dem Bremer Kultursenator.