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16.03.2018, 18:03 Uhr KOMMENTAR

Standort? Delmenhorst!

Kommentar von Marco Julius

Die Standortfrage des Delmenhorster Krankenhauses ist noch nicht endgültig geklärt. Aber die Zeichen stehen längst auf Deichhorst. Foto: Melanie HohmannDie Standortfrage des Delmenhorster Krankenhauses ist noch nicht endgültig geklärt. Aber die Zeichen stehen längst auf Deichhorst. Foto: Melanie Hohmann

Delmenhorst. Ministerpräsident Stephan Weils Auftritt vor der Belegschaft des JHD hat ein klares Zeichen gesetzt. Ein Kommentar.

Nein, Ministerpräsident Stephan Weil hat die 70 Millionen Euro für ein neues, modernes Delmenhorster Krankenhaus gestern nicht im Koffer dabei gehabt. Und er hat auch nicht die Botschaft verkündet, dass der Förderbescheid schon von Mitte auf Deichhorst umgeschrieben ist. Wer das erwartet hatte, der macht wohl auch sonst den zweiten vor dem ersten Schritt. Die Standortfrage des Delmenhorster Krankenhauses ist eben noch längst nicht endgültig geklärt. Aber Weils Auftritt vor der Belegschaft des JHD hat dennoch ein klares Zeichen gesetzt – und das nicht nur zwischen den Zeilen. Der Förderbescheid hängt nicht mehr direkt vom Standort Mitte ab. Dass Delmenhorst ein Krankenhaus braucht, das ist auch für Weil und die Landesregierung ein Fakt, an dem keinerlei Zweifel besteht. Es wird jetzt auf vielen Ebenen daran gearbeitet, die formellen Voraussetzungen dafür zu schaffen und Mittel und Wege zu finden, die die Fördergelder auch für die Wildeshauser Straße fließen zu lassen. Weil steckt nicht drin in der Lokalpolitik der Stadt. Für ihn ist wichtig, dass es in Delmenhorst überhaupt ein Krankenhaus geben wird. Eine Sichtweise, die am Ende auch etwas für sich hat.


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