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Erster Termin am 30. Oktober Weser-Ems-Halle in Oldenburg wird im Högel-Prozess zum Gerichtssaal

Von Thomas Breuer

Der neue Mordprozess gegen den bereits einschlägig verurteilten Niels Högel – hier Ende 2014 beim Betreten des Gesichtssaals mit einer Mappe vor dem Gesicht – soll Ende Oktober beginnen. Foto: dpaDer neue Mordprozess gegen den bereits einschlägig verurteilten Niels Högel – hier Ende 2014 beim Betreten des Gesichtssaals mit einer Mappe vor dem Gesicht – soll Ende Oktober beginnen. Foto: dpa

Delmenhorst/Oldenburg. Der neue Mordprozess gegen den bereits einschlägig verurteilten ehemaligen Delmenhorster Krankenpfleger Niels Högel wird ab 30. Oktober 2018 in der Oldenburger Weser-Ems-Halle stattfinden, genauer: im dortigen großen Festsaal.

Dies hat die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Oldenburg am Freitagmittag mitteilen lassen. Der erste Hauptverhandlungstermin ist der 30. Oktober, 9 Uhr.

Als Fortsetzungstermine sind bisher anberaumt: 31. Oktober (vorbehaltlich etwaiger neuer Feiertagsregelungen zum Reformationstag), 21. und 22. November, 11. und 12. Dezember sowie im Jahr 2019 der 3., 4., 22., 23., 30. und 31. Januar, der 21. und 22. Februar, der 7., 8., 28. und 29. März, der 4., 5., 25. und 26. April sowie der 16. und 17. Mai. Alle Verhandlungstage sollen um 9 Uhr beginnen.

120 Nebenkläger am Verfahren beteiligt

Laut Mitteilung des Gerichts werden nach gegenwärtigem Sachstand 120 Nebenkläger mit insgesamt 17 Nebenklägervertretern an dem Verfahren beteiligt sein. Die Weser-Ems-Halle sei gewählt worden, „um nicht nur den Verfahrensbeteiligten, sondern auch interessierter Öffentlichkeit und Medien in größtmöglichem Umfang Zugang zu den Verhandlungen zu gewährleisten“. Auf der Online-Präsenz der Weser-Ems-Hallen wird die Kapazität des 420 Quadratmeter großen Festsaals bei Reihen-Bestuhlung mit 312 Sitzplätzen angegeben.

Es geht um insgesamt 97 Mordvorwürfe

Im neuen Verfahren geht es um insgesamt 97 Morde, die Högel zur Last gelegt werden. 35 davon soll er zwischen 1999 und 2002 am Klinikum Oldenburg begangen haben, 62 weitere von 2002 bis 2005 im Klinikum Delmenhorst.

Wegen „des besonderen Umfangs der Sache“ ist dem Angeklagten inzwischen eine weitere Pflichtverteidigerin beigeordnet worden.

Die Anklage ist mit Beschluss vom 15. März 2017 zur Hauptverhandlung zugelassen und das Hauptverfahren damit eröffnet worden.