Hilfsorganisation Lessing-Freimaurerloge in Delmenhorst stellt ihre Arbeit ein

Von Frederik Grabbe

Übergaben wohl ihre letzte Spende an Juku-Leiterin Bärbel Schönbohm (hinten v.li.): Die Freimaurer Wolfram Heldt, Ulrich Mahn (sitzend) und Harald Hoppe. Foto: Frederik GrabbeÜbergaben wohl ihre letzte Spende an Juku-Leiterin Bärbel Schönbohm (hinten v.li.): Die Freimaurer Wolfram Heldt, Ulrich Mahn (sitzend) und Harald Hoppe. Foto: Frederik Grabbe

Delmenhorst. Die Freimaurer der Loge „Lessing an der Delme“ haben vermutlich zum letzten Mal einen Scheck an die Jugendkunstschule (Juku) überreicht. Der Verein löst sich auf. Die Juku soll künftig aber trotzdem Spenden erhalten.

Die Loge hat ihre Arbeit Ende 2017 eingestellt, die Stiftung allerdings wird weiter bestehen. Das erklärten die Freimaurer Wolfram Heldt, Ulrich Mahn und Harald Hoppe aus dem Stiftungsvorstand, als sie am Donnerstag zum wohl letzten Mal persönlich 1500 Euro an die Juku-Leiterin Bärbel Schönbohm übergaben.

Jugendkunstschule bildete zuletzt Förderschwerpunkt

Seit der Gründung der Juku im Jahr 1999 brachte sich die Loge für die Bildungseinrichtung ein, erst mit jährlich 2000 Euro, später mit der Zinskrise mit 1500 Euro. Andere Gelder gingen auch an den Kommunalpräventiven Rat (KPR), an den Kinderschutzbund und früher auch an die Städtische Musikschule. Doch die Juku bildete zuletzt stets den Förderschwerpunkt der Loge. Wegen Überalterung ziehen die Freimaurer nun die Reißleine: Heldt (72), Mahn (79) und Hoppe (82) übergeben als Stiftungsvorstand die Verwaltung des Stiftungkapitals, insgesamt 100.000 Euro, an das Freimaurische Hilfswerk in Berlin. Das Geld fließt also weiter an die Juku, wird aber nicht mehr von den Delmenhorster Freimaurern übergeben.

Loge wurde 1970 gegründet

„Um 1990 herum waren wir 45 Leute, das war eine gute Größe“, erinnerte sich Mahn. Doch weil jüngere Mitglieder beruflich bedingt fortzogen oder aus Altersgründen schlicht verstarben, kamen keine neuen Kräfte mehr nach. Mit der Auflösung der Loge endet eine Tradition, die auf das Jahr 1970 zurückgeht. Damals wurde die Freimaurerloge „Lessing an der Delme“ im Hotel zur Post gegründet, ist in der Delmenhorster Stadtchronik nachzulesen. Die Stiftung folgte laut Hoppe 1990.